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Auto fahren in den USA

Ein Punkt, der die Geister scheidet. Bei einiger Recherche im Internet liest man viele geteilte Meinungen. Von „Die Amerikaner fahren rücksichtsvoller und vorsichtiger“ bis zu „Alles geht durcheinander, Verkehrsregeln sind anscheinend dazu da, gebrochen zu werden“ ist alles dabei.

Gute „Startbedingungen“ in den USA

Auch ich bin schon auf den weiten Straßen Amerikas unterwegs gewesen. Sowohl als Beifahrer als auch selbst hinter dem Steuer durfte ich die amerikanische Fahrpraxis testen. Und es war wirklich ein Abenteuer. Da ich in Deutschland hauptsächlich auf ländlichen Straßen unterwegs bin, waren die vielen mehrspurigen Straßen sowieso schon eine Herausforderung für mich. Als sehr entspannt empfand ich die Größen der Straßen, die an die riesigen Autos der  USA angepasst sind. Hierzulande sind Straßen oft eng und man muss Angst um seine Seitenspiegel haben, wenn man einen Parkplatz an der Seite der Straße ergattert, in Amerika ist das alles kein Problem. Auch in den kleinsten Nachbarschaften sind die Straßen so großzügig gebaut, dass zwei Trucks (oder auch der Schulbus) ganz bequem aneinander vorbei fahren können.

Verantwortungsloser Fahrstil der Amerikaner?

Ob die Amerikaner nun schlechter fahren als die Deutschen? Teils, teils, würde ich sagen. Aufgrund der Führerscheinprüfung, die für nur wenige Dollar  und ohne professionelle Fahrstundenabgelegt werden kann, fehlen vielen Autofahrern dort einfach die grundlegenden Regeln im Straßenverkehr. (Vielen Amerikanern sind Kreisel beispielsweise noch ein großes Rätsel und sie stoppen mitten im Kreisel um die anderen Autos vorzulassen). Positiv ist jedoch, dadurch, dass die Verkehrsregeln einem nicht so eingetrichtert werden, wie in Deutschland, sehen die Amerikaner sich nicht automatisch im Recht und sprechen sich eher untereinander ab, wer zuerst fahren darf.

Man muss mit dem Unberechenbaren rechnen – Vorausschauend fahren!

Leider ist genau dieser Punkt auch der Negativpunkt beim Fahrstil vieler Amerikaner. Durch das Fehlen der intensiven Ausbildung und Verinnerlichung der Verkehrsregeln, wissen einige Autofahrer nicht, wie sie sich verhalten sollen. So halten sich nur die wenigsten Autofahrer an die eigentlich simple Regel, dass langsamere Fahrzeuge auf der rechten Spur fahren, während auf den linken Spuren überholt werden kann. Würde man in Deutschland rechts überholen, würde man direkt mit einem Hupkonzert gestraft. In den USA ist dies Gang und Gebe (und teilweise sogar notwendig, da die linken Spuren von „Sonntagsschleichern“ belegt werden).

Wer jedoch nicht erwartet, dass alle sich 100% an die Verkehrsregeln halten, die man selber gewohnt ist, und deswegen besonders vorausschauend fährt, kommt auch auf den Straßen Amerikas gut klar.

Käsekuchen & Cheesecake

Ich liebe Käsekuchen! Käsekuchen kann so vielfältig zubereitet werden, dass einem nie langweilig wird. Im Sommer luftig leicht und ohne Backen, im Winter etwas kräftiger mit intensivem Geschmack. Während in Deutschland die leichten Sommervarianten mit Phiadelphia oder anderem Frischkäse besonders beliebt sind, wird der Kuchen in Amerika eher gebacken. Ich mag beide Varianten sehr gerne, obwohl mir die amerikanische Variante oft etwas zu schwer und süß ist. Vor allem, da dieser nicht wie der deutsche, den es auch in der gebackenen Variation gibt, mit Quark hergestellt wird, sondern mit Doppelrahmfrischkäse und Eiern, da Quark im Land der unbegrenzten Möglichkeiten leider nicht erhältlich ist (Wirklich eine große Marktlücke ;)). Doch da der deutsche fast immer mit Quark zubereitet wird, bleibt einem in den USA kaum was anderes übrig.

Doch letztens fand ich ein leichtes, einfaches und schnelles Käsekuchen-Rezept, welches auch in den USA prima zubereitet werden kann und sehr wandelbar ist.

Erdbeer-Limetten-Käsekuchen im Glas

Die ZutatenZutaten für 8 Gläser:

  • 100g Löffelbiskuits (oder andere Kekse, wie Vollkorn-Butterkekse)
  • 60g Margarine
  • 500g Erdbeeren (oder andere Früchte nach Wahl)
  • 2 Limetten
  • 250g Frischkäse
  • 85g Puderzucker
  • 250 ml Schlagsahne

DSC04977Kekse fein zerbröseln und mit der geschmolzenen Margarine vermengen. Die Keks-Masse auf 8 Gläser verteilen.

DSC04979Früchte waschen und würfeln (evtl. ein paar für die Dekoration beiseite legen) und auf die Keks-Masse in die Gläser geben. Die Limetten heiß waschen und vorsichtig die Schale abreiben. Hälfte der Schale mit zwei EL ausgepressten Limettensaft, Frischkäse sowie 75g Puderzucker mit Hilfe eines Mixers verquirlen.

Sahne mit einem EL Puderzucker steif schlagen und vorsichtig mit der Käsemasse vermengen und unterheben. Alles auf die Gläser verteilen und mit dem Rest der Schale bestreuen. Bis zum Verzehr im Kühlschrank lagern und erst kurz vor dem Servieren die Früchte zur Dekoration auf die Käsemasse setzen.  DSC04985

Lasst es euch schmecken :)

 

 

Deutsche Ordentlichkeit

Was Amerikaner über die Deutschen denken (Teil 2)

Wenn man einem Amerikaner fragt, was er von den Lebensgewohnheiten der Deutschen weiß, werden die ersten drei Antworten vermutlich Bier, Wurst und die übermäßige Pünktlichkeit sein. Ein Vorurteil, welches sich in vielen Ländern der Welt über die Deutschen erfolgreich durchgesetzt hat. Aber ist es wirklich ein nur ein Vorurteil oder findet sich an dem Ordnungswahn der Deutschen auch etwas Wahres?

Das der Großteil der Deutschen auf Pünktlichkeit bedacht sind, stimmt vermutlich. Auch ich lege großen Wert darauf, pünktlich zu verabredeten Orten und Treffen zu erscheinen, weil ich es selber als nervig empfinde, wenn man noch ewig auf die Gäste warten zu müssen. Und auch andere „Verhaltensregeln“ lernen die meisten Kinder hier schon von klein auf, so dass es für sie im Erwachsenenalter ebenfalls ein ungeschriebenes Gesetz ist, pünktlich zu erscheinen, Menschen zu siezen oder sich den Anlässen gemäß zu kleiden. Auch für rote Ampeln haben Deutsche eine große Vorliebe und warten natürlich auch mitten in der Nacht und obwohl weit und breit kein Auto zu sehen ist, bis die offizielle Erlaubnis gegeben wird, zu Fuß die Straße zu überqueren.

Amerikaner haben in den meisten Dingen hierbei oft andere Ansichten. Es ist also keine Seltenheit, dass der Gast erst eine Stunde später eintrifft, als man sich verabredet hat oder auch im Schlafanzug der Wocheneinkauf erledigt werden kann. Was aufgrund der deutschen Ordentlichkeit als unmöglich angesehen wird, ist im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Alltag. Hier zeigt sich eindeutig die Liebe der US-Amerikaner zur Bequemlichkeit. Hier darf schon einmal auf Kosten der Ästhetik zu Jogginganzug oder Schlafsachen gegriffen werden, wenn einem danach ist.
Und auch Ampeln nehmen Amerikaner nicht so ernst wie wir Deutsche. Bei meinem Aufenthalt in New York konnte ich daher einige Beobachtungen machen. So waren fast alle an einer roten Ampel zurückbleibenden Personen deutschsprechend. Die New Yorker zogen es vor über rote Ampeln und in Seelenruhe vor den fahrenden Autos herzugehen.

An dem Vorurteil über die deutsche Ordentlichkeit ist also wohl etwas dran. Also merkt euch bei eurem nächsten Urlaub in Amerika: Macht euch nicht so ein Stress, wenn ihr zu einer bestimmten Zeit irgendwo eingeladen seid. Wärt ihr pünktlich, wäre der Gastgeber vermutlich noch nicht einmal fertig mit den Vorbereitungen. Geht alles etwas gelassener an und lasst die deutsche Ordentlichkeit und Pünktlichkeit mal ruhen und macht Urlaub von den ganzen ungeschriebenen Gesetzen Deutschlands.

New York, New York!

Sie ist die Stadt die niemals schläft. New York, die Weltmetropole an der amerikanischen Ostküste. Mehr als 8 Millionen Einwohner beherbergt die wirtschaftliche Hochburg der USA, die auch gerne „The Big Apple“ genannt wird. Rund um die Uhr fahren Autos, Motorräder und LKWs durch die engen Straßen, Einwohner und Touristen drängen sich auf den Gehwegen. New York ist wirklich eine Stadt die nie schläft. Doch auch im Bereich Kunst und Kultur steht New York anderen Großstädten in nichts nach. Ob in den 200 Museen, 500 Galerien, über 150 Theatern oder den zahlreichen anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt, in New York ist für jeden etwas dabei. Geschlemmt werden kann in über 18.000 Restaurants, rund um die Uhr.

Ich hatte das Vergnügen die Millionenmetropole im April 2013 besuchen zu dürfen, was ich als eine tolle Erfahrung empfand. Deswegen möchte ich euch meine Eindrücke zu den bekanntesten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten New Yorks nicht vorenthalten.

„The Lady Liberty“ – Die Freiheitsstatue
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Statue of Liberty aus Sicht der Staten Island Ferry

Die wohl bekannteste Einwohnerin New Yorks ist die „Lady Liberty“, die Freiheitsstatue. Diese ist sogleich auch wohl die älteste aller Einwohnerinnen der Stadt. Schon 1886 wurde die Statue eingeweiht, die ein Geschenk Frankreichs an die USA darstellte. Sie steht mit ihrer Größe von 93 Metern auf der Liberty Island, einer unbewohnten Insel zwischen der Grenze New Yerseys and New York. Da wir nur wenige Tage in New York waren und auch unseren Geldbeutel schonen mussten, haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, auf einen Besuch des Nationalsymbols zu verzichten. Doch sehen wollten wir die „Lady Liberty“ natürlich trotzdem.
Daher ein kleiner Geheimtipp: Die Staten Island Ferry ist eigentlich als Verbindung zwischen New York und dessen Stadtteil Staten Island gedacht. Doch die kostenlose Fähre fährt in ihrer ungefähr 30-minütigen Fahrt in nächster Nähe an der Freiheitsstatue vorbei. Und man erhält zudem noch einen atemberaubenden Blick auf die Skyline Manhattans. Eine wirklich lohnenswerte Fahrt, bei der einige tolle Fotos herausspringen können.

Die Brooklyn Bridge
Skyline Manhattans

Skyline Manhattans

Eine weitere Sehenswürdigkeit, die einen tollen Blick auf die Skyline des „Big Apples“ verspricht, ist die Brooklyn Bridge, eine meiner Favoriten. Die Brücke schmückt bereits seit 1883 das Stadtbild New Yorks und verbindet Manhattan mit einem weiteren Stadtteil,  Brooklyn.

Der Hollywoodstar unter den Wolkenkratzern: das Empire State Building

Eines der bekanntesten Gebäude der Stadt ist das Empire State Building, das mit seinen 381 Metern (Mit seiner Antenne sogar 443 Meter) Höhe die Stadt überragt. Im 86. Stock des Wolkenkratzers befindet sich die berühmte Aussichtsplattform, welche schon bereits in einigen Hollywood-Filmen als Filmset diente. Das Empire State Building ist ebenfalls als dem Blockbuster King-Kong bekannt.
Auch wir erklommen das hohe Gebäude und konnten uns über einen atemberaubenden Ausblick freuen.

Ausblick vom Empire State Building

Ausblick vom Empire State Building

Tipp: Besucht das Empire State Building in den frühen Morgenstunden, dann könnt ihr lästiges, stundenlanges Schlangestehen umgehen. Von der Aussichtsplattform hat man auch einen perfekten Ausblick auf die nächste Sehenswürdigkeit, die grüne Lunge der Stadt.

Die grüne Lunge: der Central Park
Der Central Park

Der Central Park

Im Central Park treffen sich jung und alt, Familien und Singles zum gemeinsamen spazieren, joggen oder Picknicken. Der Park ist mit einer Länge von etwa 4 km und einer Breite von 750 Metern einer der größten Parks der Welt. In ihm sind mehrere Sehenswürdigkeiten (wie beispielsweise die Statue von der Geschichte Alice im Wunderland) sowie viele Grünflächen und ein großer See. Er wurde 1853 eingerichtet.
Ich war am Ostersonntag direkt nach der Osterparade auf der Fifth Avenue im Park. Eine Idee, die auch viele New Yorker Familien hatten und die Zeit nach der bunten Parade für einen ausgedehnten Osterspaziergang nutzten. Trotz der vielen Familien ist der Park weitläufig genug, um verlassene Plätze zu finden, an denen der Großstadtstress einmal vergessen werden und einmal Luft geholt werden kann. „Die grüne Lunge“ New Yorks stimmt beim Central Park definitiv zu.

Hochburg für Künstler und Schauspieler: Der Times Square & der Broadway
Leuchtreklame am Times Square

Leuchtreklame am Times Square

Etwas bunter geht es da schon wieder auf dem Times Square zu. Er ist das Zentrum des Theaterviertels des Broadways. Unzählige Leuchtreklametafeln, die an den großen Wolkenkratzern hängen. Auf dem Times Square und dem naheliegenden Broadway befinden sich viele Theater und Kinos, aber auch Fast-Food-Restaurants und Souvenirläden sind zu finden. Auf dem Times Square tummeln sich tagüber, aber auch nachts, sehr viel Touristen, um sich vor den bunten Leuchtreklamen mit Helden der Kindheit, wie Mickey Mouse oder Goofy ablichten zu lassen.
Ich finde die bunten Reklametafeln des Times Squares sehr beeindruckend und fühlte mich ganz klein, zwischen den hohen Gebäuden und vielen Menschen. Nachts wirken die beleuchteten Schilder besonders und verleihen dem Platz seinen ganz eigenen Touch.

Ward ihr schonmal in New York? Immerhin weist die Metropole der Ostküste eine Besucheranzahl von durchschnittlich 50 Milliarden jährlich auf. Was hat euch am besten gefallen? Das geschäftige Treiben auf der Fifth Avenue oder doch lieber die Ruhe im Central Park? Was auch die Vorlieben jedes Besuchers sind, in New York, der Stadt die niemals schläft, ist mit Sicherheit für Jeden etwas dabei!

Pizza mit Besteck?!

Amerikaner über deutsche Lebensgewohnheiten und was die Deutschen dazu sagen. (Teil 1)

Alle Amerikaner sind dick, sie fahren sogar 50 Meter mit Auto und essen viel zu viel Fastfood. Die Vorurteile der Deutschen gegenüber Amerikanern können eine lange Liste füllen. Doch auch Amerikaner haben bestimmte Vorstellungen, wenn sie an die Deutschen denken. In den kommenden Beiträgen werde ich immer mal wieder ein Vorurteil von Amerikanern gegenüber uns Deutschen aufgreifen, es versuchen aus der anderen Perspektive zu sehen und vielleicht auch denken: „Niemals, das ist ja totaaaal übertrieben!“. Aber vielleicht findet sich in manchen Vorurteilen ja auch in Fünkchen Wahrheit. ;)

„Die Deutschen essen sogar Pizza mit Besteck.“

Nunja, ja. Da muss ich zustimmen, auch ich esse Pizza mit Besteck. Es sieht ja auch einfach ordentlicher aus, grade in einem schicken Restaurant. Möchten die Amerikaner etwa komisch angeguckt werden, wenn sie in einem Restaurant mit den Fingern essen? Und genau da liegt der Unterschied. Während es in Deutschland verpöhnt ist, mit den Fingern zu essen, ist es in Amerikas Restaurants Normalität.

In Mc Donalds, Burger King & co. ist das Essen mit den Fingern auch in Deutschland angesehen. Doch in feineren Restaurants, wie dem schicken Italiener oder dem exotischen Mexikaner ist es gern gesehen, wenn man sich Messer und Gabel bedient. Anders in den USA. Ob Burgerbude, ein mexikanisches Restaurant oder ein Italiener mit hochwertigen Pizzen, einige Gerichte sind einfach dazu gemacht, sie mit den Händen zu essen. Daher darf bei Pommes, Pizza, mexikanischen Fajitas, Chicken Wings und vielen weiteren Gerichten ruhig zugegriffen werden. Bei sehr fettigen oder saucenreichen Speisen, wie beispielsweise die Chicken Wings, werden extra befeuchtete Tücher serviert, mit denen nach dem Essen die Hände gesäubert werden können.

Aber wieso essen die Deutschen so gut wie alles mit Messer und Gabel, egal wie umständlich dies ist? Zurückzuführen ist das wahrscheinlich auf die Ordnungsliebe, die jeder Deutsche tief in sich trägt. Schon kleinen Kindern wird eingetrichtert, wie man sich zu Tisch zu benehmen hat. Grade sitzen, die Gabel links, das Messer rechts, nicht mit vollem Mund sprechen. All diese Vorgaben sind so tief in uns verankert, dass wir es als Empörung empfinden, wenn sich jemand nicht an die „ausgemachten Regeln“ hält. Und dieser wird dann wiederrum mit bösen Blicken im Restaurant bestraft. Ein Kreislauf sozusagen. In einem Land so, im anderen so.

Florida – Ein Platz an der Sonne

Der Golf von Mexiko

Der Golf von Mexiko

Bei dem doch recht regnerischen Frühlingsanfang in Deutschland, kann einem schon einmal das Fernweh überfallen. In Amerika locken viele schöne sonnige Plätze, doch einer hat es sogar zu seinem Namen gemacht. Florida – „The Sunshine State“ heißt es offiziell. Und es ist wahr, in Florida lacht die Sonne wirklich sehr häufig. Im Süden des Staates, in Key West, kommt es von April bis Juni, durchschnittlich zu 11 Sonnenstunden am Tag. Was sich für uns Deutschen wie das Paradies anhört, ist für die Floridianer Wirklichkeit. Auch ich hatte bereits das Vergnügen den Sonnenschein-Staat besuchen zu dürfen. Für mich ging es allerdings an den Golf von Mexiko.

Hier erwarteten mich traumhaft blaues Wasser, super schöne Sonne und entspannte, fröhliche Menschen. Und das, obwohl ich schon im Florida bereits im März besuchte, als Deutschland noch unter einer dicken Schneedecke lag. Ein kleines Highlight für die jüngeren Besucher war in dieser Zeit der alljährliche „Spring Break“. In Panama City treffen sich dann Schüler und Studenten und feiern ihre Frühlingsferien ausgelassen am Strand, auf den Straßen und in den Bars. Es war wirklich eine Erfahrung wert.

Alligatoren

Alligatoren

Ich kann nur jedem einen Urlaubstrip nach Florida empfehlen, durch die Sonne und Ausgelassenheit der Bewohner erhält man hier ein besonderes Urlaubsfeeling. Außerdem hat man die Chance einiges zu sehen und zu erleben. Wie wäre es mit einem Foto mit Mickey Mouse und Donald Duck vor dem berühmten Cinderella Schloss (welches übrigens dem deutschen Schloss Neuschwanstein nachempfunden ist)? Mit einem Ausflug in das berühmteste Disney World in Orlando ist das möglich. Wer sich lieber mit der Flora und Fauna beschäftigt kann im Everglades-Nationalpark die floridianischen Tiere und Pflanzen bestaunen. Eine Reise in diese Gegenden des Staates stehen bei mir auf jeden Fall noch auf meiner ToDo-Liste. Wart Ihr schonmal in Florida? Was hat euch am Besten gefallen? Welche Gegenden empfielt Ihr besonders?

Tücken beim Einkaufen: Sales Taxes

In den USA verstecken sich ab und an kleine Tücken, die den Deutschen ungewohnt und suspekt vorkommen. Eine der ersten, die ich bei meinem Besuchen in den Vereinigten Staaten erleben durfte, waren die sogenannten Sales Taxes.

Da ich aufgrund von den Auslandsgebühren der Kreditkarte sehr viel mit Bargeld bezahlt habe (in Amerika übrigens eine Seltenheit, sogar der Kaffee für $ 1,10 wird von der Credit- oder Debit-Card bezahlt), hatte ich mir das Geld bereits passend herausgesucht. Anstatt der ausgeschriebenen $ 15,00 sollte ich auf Einmal knapp $ 16,00 zahlen, was bei mir ein panisches Kramen im Kleingeldfach auslöste. Nach dem Einkauf klärte man mich auf, dass die Taxes, also die Steuern, erst im Nachhinein addiert werden und nicht mit im ausgeschriebenen Preis enthalten sind.

Welches Prinzip steckt hinter den Sales Taxes?

Sales Taxes: Kleine Tücke im Alltag

Sales Taxes: Kleine Tücke im Alltag

Aber wieso ist das so? Wieso wird die Mehrwertsteuer erst im Nachhinein addiert? Dies liegt daran, dass die Taxes nicht im gesamten Land, sondern in den einzelnen Staaten bestimmt werden. So kann es also auch sein, dass das selbe Wasser in Florida einen anderen Preis hat als in Utah oder Texas. Des Weiteren können auch die einzelnen Countys die Steuer erhöhen, um von dem überschüssigen Geld beispielsweise Gefängnisse oder Schulen auszubauen. Die in den Countys gelegenen Städte können weiterhin noch eine Mehrwertsteuer berechnen, so dass der Prozentsatz relativ hoch liegen kann. Dies wirkt sich natürlich auf den Preis aus, auch wenn dieses auf dem Preisschild nicht zu erkennen ist. Um die Steuer vorher berechnen zu können, gibt es Listen im Internet, die die momentanen Sätze anzeigen. Diese findet ihr zum Beispiel auf thestc.com.

Trotz all dieser versteckten Versteuerung ist in den USA eine Mehrwertsteuer in den Höhe von 19% seltenst bis nie zu finden, da sich ein Wettbewerb um die Taxes bildet. Grade bei großen und teureren Anschaffungen lohnt sich eventuell die Fahrt in die nächstgelegene Stadt, wenn diese Stadt weniger Taxes berechnet. Durch diese Wettkämpe der einzelnen Städte, Countys und Staaten bleibt die Mehrwertsteuer in der Regel weit unter deutscher Gewohnheit. Obwohl das ständige Addieren etwas lästig werden kann, kann es aber auch ein Vorteil sein, denn das Kopfrechnen wird ständig geschult und nach einer Weile hat man zumindest eine grobe Vorstellung, wie viel gezahlt werden muss. Wie findet ihr das System mit den Sales Taxes?

 

Homosexuelle schaffen weitere Schritte zur Gleichberechtigung

Einige Teile des Landes sind bereits weit fortgeschritten, wenn es um die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe geht. Dennoch sträuben sich noch einige Staaten vehement gegen Gesetze, die die Homo-Ehe eindeutig erlauben. Doch es ist ein Umschwung im Denken und Handeln vieler Amerikaner zu sehen.

So ist es Befürwortern gelungen, weitere Hürden zu nehmen. Im Staat Texas wurde am Mittwoch, den 26.02.2014 das Gesetz zum Verbot der Homo-Ehe für ungültig erklärt. Richter Garcias wies bei Urteilsverkündung af den in der Verfassung festgelegten Schutz der Gleichheit hin. In Texas sorgte die Aufhebung des Gesetzes für gemischte Positionen. Einige Gegner der gleichgeschlechtlichen Liebe wiesen darauf hin, dass sie weiter kämpfen würden, um Gesetze wie diese wieder ändern zu können. Auch Texas-Gouverneur Rick Perry lehnte die getrige Gesetzesänderung ab.

In Arizona wurde ebenfalls ein Gesetz gestoppt. Die Gouveneurin Jan Brewer machte sich dafür stark, ein Gesetz nicht durchzuführen, welches es Geschäftsleuten erlaubte hätte, aufgrund ihrer religiösen Einstellung Kunden, wie beispielsweise Homosexuelle abzulehnen und diese nicht zu bedienen. Sie gab zwar an, dass die Religion einen wichtigen Standpunkt im Staate Arizona hätte, die Nicht-Diskriminierung aber nicht darunter leiden dürfte.

Für Homosexuelle in den beiden betroffenen Staaten sind es wichtige Schritte in die richtige Richtung und einige äußerten sich bereits, weiter für die Gleichberechtigung zu kämpfen. Ich denke es ist eine wirklich gute Sache, dass jetzt auch in bisher eher „zurückliegenden“ Staaten etwas passiert. Es wird höchste Zeit! Eigentlisch schade, dass die USA, die sich gern als so weit entwickeltes Land präsentieren in solchen meiner Meinung wichtigen Schritten noch wesentlich weiter zurückliegen als manch anderes Land. Ich hoffe, dass die USA sich bald gänzlich von ihrem allzu konservativen Denken abwendet (nichts gegen Religiösität, doch ich denke, dass geht auch ohne Rechte der Menschen zu verletzen) und wir noch viele solcher Nachrichten zu hören bekommen.

 

 [Quellen: http://www.politico.com/story/2014/02/rick-perry-texas-gay-marriage-104000.html ;  http://www.bbc.com/news/world-us-canada-26363704 ]

Valentinstag

Rote Rosen am ValentienstagAm 14. Februar ist wieder Valentinstag. In Deutschland hält sich die Aufregung um den Tag der Liebe noch in Grenzen, während viele Amerikaner tief in ihren kitschigen Dekorationen kramen um ihr Haus in ein rosa-rot erstrahlen lassen zu können. Oft heißt es, dass der Valentinstag eine Erfindung der amerikanischen Blumen- und Pralinenhändler sei, und nun auch die deutschen Händler einen Nutzen aus dem Tag der Liebenden ziehen möchten. Aber stimmt das wirklich oder hat der „valentines day“ einen ganz anderen Ursprung?

Pralinen sind beliebte Geschenke Es wird vermutet, dass die Abstammung des Valentinstags wesentlich weiter zurück liegt. Papst Gelasius I. soll bereits 469 n. Chr. einen Gedenktag an Valentin Terni eingeführt haben. Einen christlichen Bischof, der gegen den Willen des Kaisers Paare traute, die eigentlich unverheiratet bleiben sollten (beispielsweise Soldaten). Er wurde 269 n. Chr. aufgrund seines christlichen Glaubens hingerichtet. Der Gedenktag entwickelte sich weiter und fand seinen Weg nach England. Hier schickten sich Paare Geschenke oder Karten. Durch die Auswanderung einiger Engländer fand der Brauch seinen Weg in die Vereinigten Staaten von Amerika. Hier gewann er an Popularität, Blumenhändler und Süßwarenindustrie begannen mit vermehrter Werbung vor dem Valentinstag. Heute ist der Tag besonders in den USA beliebt, findet aber auch immer mehr Anhänger im europäischen oder asiatischen Raum. In Japan verschenken die Frauen traditionell Schokolade an ihre Auserwählten. Einen Monat später, am White Day, erhalten sie im Gegenzug  weiße Schokolade von ihren Männern.

Hier noch einige Fakten zum Valentinstag:

  • Über das Jahr hindurch werden Blumen zumeist von Frauen gekauft. Am Valentinstag kaufen mit  ca. 75% wesentlich mehr Männer Blumen, als Frauen.
  • Die beliebteste Valentinsblume bleibt die Rose. Über 50 Millionen Stück werden am 14. Februar jährlich verkauft.
  • Auch Karten zum Valentinstag sind sehr beliebt. Fast 1 Billionen Grußkarten verschicken Liebende an Ehepartner, Familie und Freunde.
  • Amerikaner sind spendabel. Um die 100$ gibt ein Amerikaner im Durchschnitt für sein Valentinsgeschenk aus. Der Durchschnitt für die Geschenkepreise der Deutschen liegt zwischen 10 – 25€.

 

Fotokennzeichnung:
Bild Nr 1 , 2  © pixabay / pixabay

Willkommen

Hallo und Herzlich Willkommen auf meinem Blog usa-life.

Dieser Blog soll kein reiner Reiseblog sein, welche wie ich finde, es bereits im Überfluss zu finden gibt. Der Blog usa-life soll viel mehr Eigenschaften und typische Aspekte des amerikanischen Lebens darstellen. Natürlich findet Ihr auch Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu Deutschland. Und da gibt es bei beiden Kategorien wirklich reichlich. Schaut euch in Ruhe hier um, ich freue mich, wenn ich euch als Gast auf meiner Seite begrüßen kann.

Zu meiner Person: Ich heiße Kathi und bin 23 Jahre alt. In den USA war ich bisher erst zwei Mal. Das eine Mal 6, das andere mal 12 Wochen. Ich hoffe in nicht allzu ferner Zukunft zu meinem Freund ziehen zu können, der dort lebt, so dass ich für euch „vor Ort“ berichten kann. Bei meinen bisherigen Besuchen haben mich das Land, seine Landschaft, Leute und Eigenschaften fasziniert, so dass ich hier gerne über meine Eindrücke, Tipps und Tricks berichten möchte. Vielleicht wart Ihr ja auch schon bereits in den USA und erkennt einige von mir beschriebene Situationen oder Dinge wieder oder möchtet euch einfach an der Diskussion beteiligen. Ich freue mich über jeden Kommentar.

 

Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Umsehen und I hope to see you soon! :)

Kathi