Auto fahren in den USA

Ein Punkt, der die Geister scheidet. Bei einiger Recherche im Internet liest man viele geteilte Meinungen. Von „Die Amerikaner fahren rücksichtsvoller und vorsichtiger“ bis zu „Alles geht durcheinander, Verkehrsregeln sind anscheinend dazu da, gebrochen zu werden“ ist alles dabei.

Gute „Startbedingungen“ in den USA

Auch ich bin schon auf den weiten Straßen Amerikas unterwegs gewesen. Sowohl als Beifahrer als auch selbst hinter dem Steuer durfte ich die amerikanische Fahrpraxis testen. Und es war wirklich ein Abenteuer. Da ich in Deutschland hauptsächlich auf ländlichen Straßen unterwegs bin, waren die vielen mehrspurigen Straßen sowieso schon eine Herausforderung für mich. Als sehr entspannt empfand ich die Größen der Straßen, die an die riesigen Autos der  USA angepasst sind. Hierzulande sind Straßen oft eng und man muss Angst um seine Seitenspiegel haben, wenn man einen Parkplatz an der Seite der Straße ergattert, in Amerika ist das alles kein Problem. Auch in den kleinsten Nachbarschaften sind die Straßen so großzügig gebaut, dass zwei Trucks (oder auch der Schulbus) ganz bequem aneinander vorbei fahren können.

Verantwortungsloser Fahrstil der Amerikaner?

Ob die Amerikaner nun schlechter fahren als die Deutschen? Teils, teils, würde ich sagen. Aufgrund der Führerscheinprüfung, die für nur wenige Dollar  und ohne professionelle Fahrstundenabgelegt werden kann, fehlen vielen Autofahrern dort einfach die grundlegenden Regeln im Straßenverkehr. (Vielen Amerikanern sind Kreisel beispielsweise noch ein großes Rätsel und sie stoppen mitten im Kreisel um die anderen Autos vorzulassen). Positiv ist jedoch, dadurch, dass die Verkehrsregeln einem nicht so eingetrichtert werden, wie in Deutschland, sehen die Amerikaner sich nicht automatisch im Recht und sprechen sich eher untereinander ab, wer zuerst fahren darf.

Man muss mit dem Unberechenbaren rechnen – Vorausschauend fahren!

Leider ist genau dieser Punkt auch der Negativpunkt beim Fahrstil vieler Amerikaner. Durch das Fehlen der intensiven Ausbildung und Verinnerlichung der Verkehrsregeln, wissen einige Autofahrer nicht, wie sie sich verhalten sollen. So halten sich nur die wenigsten Autofahrer an die eigentlich simple Regel, dass langsamere Fahrzeuge auf der rechten Spur fahren, während auf den linken Spuren überholt werden kann. Würde man in Deutschland rechts überholen, würde man direkt mit einem Hupkonzert gestraft. In den USA ist dies Gang und Gebe (und teilweise sogar notwendig, da die linken Spuren von „Sonntagsschleichern“ belegt werden).

Wer jedoch nicht erwartet, dass alle sich 100% an die Verkehrsregeln halten, die man selber gewohnt ist, und deswegen besonders vorausschauend fährt, kommt auch auf den Straßen Amerikas gut klar.

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