Kategorie-Archiv: Feste & Feiern

Thanksgiving

Schon bald steht in den USA der größte Familienfeiertag an, denn Thanksgiving wird in einigen Familien noch größer gefeiert als Weihnachten. An Thanksgiving kommt oft die ganze Familie zusammen, selbst wenn diese weit entfernt und sogar auf mehrere Staaten verteilt lebt.

Bräuche des Thanksgiving-Festes
Traditionelles Truthahnmahl an Thanksgiving

Traditionelles Truthahnmahl an Thanksgiving

Thanksgiving (deutsch: Danksagung) ist eine Art des Erntedank- festes, welches jedoch anders gefeiert wird als in Deutschland. Es findet jedes Jahr am letzten Donenrstag im November statt.Typischerweise kommt die ganze Familie zusammen, um zusammen ein großes Festmahl abzuhalten. Dieses wird entweder Abends oder schon Mittags aufgetischt. Als traditionelle Mahlzeit gibt es gefüllten Truthahn mit allerlei Beilagen, wie Kartoffelpuffer, Stuffing, Cranberry-Sauce und verschiedenem Gemüse. Zum Nachtisch werden Pies, wie Pumkin-, Apple- oder Cherrypie gereicht.

Weitere Bräuche an Thanksgiving, die je nach Familien- oder Freundeskreis gefeiert werden, ist das Dankesgebet oder das Auseinanderbrechen des „Wishbones“. Beim Dankesgebet sagt jede Person am Tisch nach der Reihe für was er im Jahr dankbar war und ist. Der „Wishbone“ ist das Gabelbein des Truthahns, welches getrocknet und von zwei Personen mit dem kleinen Finger auseinander gebrochen wird. Die Person mit dem größeren Stück hat einen Wunsch frei.

Ursprünge und Ansichten

Der Ursprung des Thanksgiving-Festes ist nicht wissenschaftlich belegt, es gibt jedoch mehrere Ansichten wie das Fest entstand.
Eine Festlichkeit fand bereits im Mai 1541 statt, zelebriert von Francisco Vasquez de Coronado und dem Stamm der Caddo, die das Entdecken von Lebensmitteln im heutigen Staat Texas feierten. Weitere ähnliche Feste die zu Ehren von Nahrungssicherheit, sicheren Rückkehrungen und Ankünften gefeiert wurden, fanden Jahre später über das ganze Land verteilt statt.

Der Freitag nach Thanksgiving wird als „Black Friday“ bezeichnet. Hier finden sich in den Läden der USA tolle Schnäppchen und hohe Rabatte. Der Andrang in den Geschäften ist oft so groß, dass sich lange Schlangen davor und an den Kassen bilden.

Halloween-Kostüm

Halloween rückt näher und damit auch all die Partys rund um die schaurig-schöne Nacht. Ob nun in den USA oder Deutschland, Partys rund um Halloween sind beliebt. Also muss ein Halloween-Kostüm her. Doch so viel Geld für ein Outfit, was man ja doch nur einmal anzieht? (Es sei denn, es wird auch noch für den Fasching benötigt.. aber auch dann ists meist relativ teuer)

Doch es gibt auch so viele Kostüme, die sich leicht selber machen lassen. Mit normalen Kleidungsstücken, die man zumeist eh zu Hause hat – und wenn nicht, die man wenigstens nochmal nutzen kann. In Amerika sind übrigens schon lange nicht mehr nur Grusel-Kostüme angesagt, erlaubt ist, was einem gefällt. Daher habe ich euch einfach Kostüme zusammengesucht, welche sowohl für die nächste Halloween-Party taugen, als auch für den nächsten Karneval. Viel Spaß beim Nachmachen!

COWGIRL

Einfach und trotzdem immer noch so beliebt:

Ihr braucht:
Einen Jeansrock / eine kurze Jeanshose / eine lange Jeans (je nachdem was euch besser gefällt)
Eine weiße Bluse / eine karierte Bluse
Einen schicken Ledergürtel
Ein Halstuch
Boots im Cowboystil
Eventuell noch eine Pistole und einen Cowboyhut

Sexy wird es, wenn Ihr die Bluse anstatt sie normal zuzuknöpfen, vorne bindet.

PIRAT

Ebenfalls traditionell, verfehlt die Wirkung aber nie.

Ihr braucht:
Eine schwarze, enge Hose
Einen Schal (am besten Schwarz/Rot)
Schwarze Stiefel
Ein schwarzes Oberteil oder eine weiße Bluse
Viel Goldschmuck (Ketten, Armbänder, Ringe)
Ein Kopftuch (passend zum Schal)
Eventuell noch eine Augenklappe, einen Piratenhut & einen Säbel

Hierbei den Schal einfach um die Hüfte knoten und die restlichen Klamotten wie gewohnt anziehen, fertig ist der Pirat! Narben und Totenköpfe, die einfach geschminkt werden machen den Look perfekt.

HEXE

Das kleine Schwarze mal anders!

Ihr braucht:
Ein „kleines Schwarzes“ – Kleid
passende Schuhe (High Heels oder auch Stiefel)
Unechte Spinnenweben (finden sich im 1€-Laden oder auch bei Amazon)
Kleine Plastikspinnen (Ebenfalls im 1€-Laden oder Amazon)
Einen Hexenhut

Die Spinnenweben drapiert Ihr vorsichtig am Kleid (normalerweise kleben die recht gut, ansonsten helfen Sicherheitsnadeln). Spinnen befestigen und mit einem tollen Make-up (Smokey Eyes, Spinnenweben im Gesicht, dunklen Lippenstift…) und schon seid Ihr eine Hexe.

Wie Ihr seht muss ein Kostüm nicht immer teuer sein. Das richtige Make-Up und ein paar geschickt kombinierte Klamotten reichen meist schon aus. Leider habe ich keine Bilder von den Kostümen, ich muss nämlich gestehen, dass ich z.B. nichtmal ein „kleines Schwarzes“ besitze, wenn Ihr jedoch eins habt, zeigt es mir gerne! Ich freue mich!

Und schonmal ein Happy Halloween und eine tolle Party euch allen!

Halloween

Am 31.ten Oktober stehen die USA Kopf. Überall sieht man verkleidete Kinder, die mit Taschen und Eimern und Haus zu Haus ziehen und Süßigkeiten erhalten. Auch Erwachsene verkleiden sich als schaurige Gestalten und treffen auf großen Partys aufeinander. Der Grund für dieses alljährliche Tohuwabohu auf Amerikas Straßen ist Halloween.

Halloween ist ursprünglich ein Brauch aus Irland, benannt als All Hallows‘ Eve, aus dem sich mit der Zeit Halloween gebildet hat. In Irland gibt es am Vorabend zu dem katholischen Fest Allerheiligen am 1.ten November und sollte die bösen Geister vertreiben. Auswanderer brachten die Traditionen in die USA, wo es schnell großen Anklang bei anderen Kulturen fand und übernommen wurde. Inzwischen gehört es zu einem der wichtigsten Feste in den USA und Kanada.

Kürbisse mit gruseligen Fratzen finden sich an Halloween vor vielen Häusern

Kürbisse mit gruseligen Fratzen finden sich an Halloween vor vielen Häusern

Ausgehöhlte Kürbisse gehören zum Standardanblick während der Wochen vor Halloween. Sie werden Jack O’Lanterns genannt. Der Name geht zurück auf einen alten irischen Mythos von einem Jack Oldfield, der den Teufel einfing und ihn nur wieder freilassen wollte, wenn er Jack in Ruhe für den Rest seines Lebens in Ruhe lassen würde. Nach dem Tode des Jacks wurde er aufgrund seiner Tat nicht in den Himmel gelassen, aber auch in der Hölle wollte der Teufel ihn nicht haben. Der Teufel erbarmte sich jedoch und gab ihm eine ausgehöhlte Rübe und glühende Kohlen, damit er in aller Ewigkeit durch die Dunkelheit wandern könne. Da es in Amerika große Mengen an Kürbissen gab, haben die irischen Auswanderer diese anstatt der Rüben ausgehöhlt, schaurige Gesichter hineingeschnitzt und sie vor ihren Häusern aufgestellt. Die Fratzen der Kürbisgesichter sollten die bösen Geister abschrecken.

Bunte Bonbons sorgen für strahlende Kinderaugen.

Bunte Bonbons sorgen für strahlende Kinderaugen.

Auch heute finden sich vor den meisten Häusern in Amerika aufwendig verzierte Kürbisse, Hexen und Zauberer in den Bäumen und gruselige Lichteffekte rund um das Haus. Am Abend des 31.ten Oktobers gehen die Kinder „Trick or Treat’n“, was bedeutet, dass sie von Haus zu Haus ziehen und nach Süßigkeiten fragen. Ansonsten würden sie die Besitzer des Hauses mit einem Streich ärgern (Trick or Treat beudetet: Streich oder Süßigkeiten). Beliebt sind dabei Klopapierrollen, die aufs Haus oder rohe Eier die ans Fenster geworfen werden.

Selbst die Kleinsten feiern mit!

Selbst die Kleinsten feiern mit!

Die meisten Erwachsenen lassen sich den Spaß jedoch nicht nehmen und Versorgen die Supermen, Prinzessinnen, Feen, Geister und Feuerwehrmänner mit reichlich Süßigkeiten. (Kostüme müssen nicht unbedingt gruselig sein, das Motto ist hier: Jedem so, wie es ihm gefällt.

Die bekannteste Süßigkeit an Halloween ist wohl Candy Corn. Diese süßen Bonbons aus Zuckermasse sehen aus wie Maiskörner und finden daher besonders im Herbst großen Umsatz, da Mais in dieser Zeit geerntet wird. In den Läden der USA finden sich eine riesen Auswahl an unterschiedlichen Geschmacksrichtungen in allen Geschäften. Zu kaufen gibt es Candy Corn nicht in Deutschlands Geschäften, es kann jedoch bei einigen Online-Anbietern (z.B. Amazon) gefunden werden.

Auch vor den Erwachsenen macht die Anziehungskraft von Halloween nicht halt. In schaurig-schönen Verkleidungen werden rauschende Partys und Feste bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Natürlich ist auch die Party-Location mit Spinnenweben, Geistern und Kürbissen dekoriert.

Auch in Deutschland setzt sich das Fest mehr und mehr durch und findet vor allem bei den Kindern und Jugendlichen aufgrund der Süßigkeiten und den Partys großen Anklang. Ob es sich jemals richtig durchsetzen wird ist fraglich, für mich ist und bleibt es in erster Regel ein amerikanisches Fest, welches irischen Wurzeln entspringt. Aber ganz egal wie man es sieht.. es gilt auf jeden Fall:

Happy Halloween! :)

–> Wer eine schöne Karte zu Halloween verschicken möchte, findet hier eine Anleitung für eine süße DiY-Idee! :)

 

DiY: Halloween-Karte

Um Euren Verwandten, Bekannten, Freunden oder sonst wem in den Vereinigten Staaten oder Euren lieben Zurückgebliebenen in der Heimat die besten Grüße zu Halloween zu senden, habe ich hier ein kleines Do it Yourself für euch.

Was Ihr alles braucht:

DSC05456Benötigt wird zunächst einmal Pappkarton (ich hab mich für braun entschieden, grau geht aber auch gut), eine Schere, einen Stift und ein Geodreieck. Damit zeichnet Ihr die Kartenumrisse auf und schneidet Eure Blanko-Karte aus. Für die Kürbisse werden Knöpfe benötigt. Ich hatte keine orangenen und habe einfach weiße bemalt. Bei Amazon kann man aber auch bunte Knöpfe kaufen, die sich super zum Basteln eignen (Link auf der rechten Seite)

DSC05459Für die „Erde“ auf der die Halloween-Kürbisse sitzen, habe ich einfach etwas schwarzes Tonpapier genommen und es mit weißen Pünktchen (TippEx) verschönert. Klebt nun erst den Streifen, dann die Knopf-Kürbisse auf. Gut trocknen lassen. Dann könnt ihr vorsichtig kleine Stängel und Blätter an eure Kürbisse malen. Mit Finelinern klappt das besonders gut. Zum Abschluss malt ihr euren Halloween-Gruß auf ein weißes Blatt Papier, umrandet es mit schwarzem Edding und schneidet es aus. Einfach über eure Kürbisse kleben und schon ist eure DiY- Halloween-Karte fertig.

..& fertig ist die Halloween-Karte!

..& fertig ist die Halloween-Karte!

Und wer schon immer wissen wollte, worum es bei Halloween eigentlich geht, und wie es in den USA gefeiert wird, findet die Geschichte rund um das schaurig schöne Fest und Jack O’Lantern hier!

Happy Halloween! :)

Rezept: Amerikaner

Heute habe ich ein Rezept für euch für leckere Amerikaner in den Nationalfarben Amerikas. Die kleinen, süßen Kuchen sind in den USA unbekannt. Doch wieso gibt es bei uns Kuchen, die nach den Einwohnern Amerikas benannt sind, wenn diese sie nicht einmal kennen?

Eine Antwort darauf ist nur schwer zu geben, da der Ursprung des Namens nicht belegt ist. Es gibt jedoch vier Theorien zur Bildung des Namens.

1. Bei der ersten heißt es, dass in Deutschland verbliebene Soldaten nach dem zweiten Weltkrieg die Zutaten für einen typischen amerikanischen „Cake“ nicht erwerben konnten und daher den Amerikaner kreierten.

2. Als das amerikanische Gebäck „Black and White Cookies“ in den 50er Jahren nach Deutschland kam, konnten diese den Namen nicht aussprechen und nannten das Gebäck schlicht „Amerikaner“.

3. Im Gebäck wird Ammoniumhydrogencarbonat verwendet, einige vermuten, dass der Name sich von dieser Zutat ableitet.

4. Der Name stammt von der Form der Brodie-Helme, welche die US-Armee im ersten Weltkrieg trug.

Welche Theorie nun wirklich stimmt, weiß niemand so genau. Doch genug erklärt, was es mit den Amerikanern auf sich hat. Schnell zum Rezept:

Zutaten:

100g Margarine                                                100g Zucker
1 Pck. Vanillezucker                                        1 Prise Salz
2 Eier                                                                           1 Pck. Vanillepudding
4 EL Milch                                                                250g Mehl
3 TL Backpulver

Puderzucker, Schokolade, Erdbeeren, Blaubeeren, Gummibärchen und viele weitere Sachen, können je nach Geschmack zum Verzieren eingesetzt werden.

Früchte machen das Gebäck besonders frisch.

Früchte machen das Gebäck besonders frisch.

Aus allen neun Zutaten einen Rührteig herstellen und mit Hilfe von Löffeln kleine Häufchen auf ein Backblech setzen. Die Amerikaner bei 200° Grad 15 Minuten im Backofen backen.
Zum Verzieren den Puderzucker mit etwas Wasser vermischen und die erkalteten Amerikaner damit bestreichen. Früchte oder Süßigkeiten auf die Puderzuckerglasur drücken und trocknen lassen. Mit verschiedenen Belägen lassen sch tolle Muster legen. Ich habe mich für Amerika-Amerikaner entschieden und sie in den Nationalfarben belegt

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The reception – die Hochzeitsfeier

Nach der Hochzeitszeremonie soll das freudige Ereignis natürlich gebührend gefeiert werden. Die Art und Weise der Hochzeitsfeier (in den USA wedding reception genannt) unterscheidet sich jedoch teils stark von den deutschen Feiern und Partys, welche im Anschluss an die kirchliche (oder auch standesamtliche) Trauung folgen. Welche Unterschiede das genau sind, könnt Ihr hier lesen.

Hochzeitsfotos nach der Trauung

Hochzeitsfotos nach der Trauung

Es fängt zunächst damit an, dass das Hochzeitspaar erst einmal für eine Zeit verschwindet. Es ist an der Zeit die Hochzeitsfotos zu schießen. Dieses wird nur selten vor der Trauung gemacht, da es in Amerika der Brauch ist, dass der Bräutigam seine Braut erst vor dem Traualtar sehen darf. Die geladenen Gäste warten in dieser zeit geduldig, mit einem Glas Sekt oder Wein in der Hand, auf das Jubelpaar. Eventuell stehen bereits einige Snacks oder Aperetifs bereit, um die hungrige Meute zu besänftigen.

Sind die Fotos im Kasten, geht es mit dem Hochzeitsmenü weiter. Ob das Essen an den Tisch gebracht oder auf einem geräumigen Buffet serviert wird, hängt dabei ganz mit den Wünschen des Brautpaares zusammen. Ein typisches, traditionelles Hochzeitsessen gibt es in den USA übrigens nicht. Erlaubt ist, was schmeckt. Ob italienisch, mexikanisch, chinesisch oder amerikanisch, die Auswahl der Restaurants und Catering Services in den USA ist enorm.

Zweistöckige Hochzeitstorte inklusive Figur.

Zweistöckige Hochzeitstorte inklusive Figur.

Nach dem Essen folgt schon ein weiterer, der vielleicht bekannteste amerikanische Brauch der Hochzeitsfeier, dem Anschneiden der Hochzeitstorte. Zwar findet dieser Brauch auch in Deutschland mehr und mehr Anhänger, doch gibt es auch hier nocht oft Feiern ohne einen Kuchen sondern mit gewöhnlichem Dessert wie Eis oder Pudding. In den USA wäre dies fast undenkbar. Das Anschneiden des Kuchens ist für das Brautpaar sowie die Gäste eines der Highlights des Abends, denn es symbolisiert den Neuanfang des gemeinsamen Lebens.

Nach der Ankündigung versammeln sich die Gäste rund um die (meist mehrstöckige und aufwendig dekorierte) Torte. Die Torte schließt zumeist mit einem „Cake Topper“ ab, einem Kuchenaufsatz in Form eines Brautpaares, welches das Paar als Erinnerung mit nach Hause nehmen und ins Regal stellen kann. Beim Anschneiden hat die Braut ihre Hand unten auf dem Messer, der Bräutigam legt seine darüber. Das Messer sowie der Tortenheber sind oft eigens für die Hochzeitstorte gekauft oder wertvolle Familienerbstücke, die von Hochzeit zu Hochzeit weitergereicht werden. Nach dem Anschneiden steht aber noch das gegenseitige Füttern auf dem Programm. Ob nur jeweils eine Gabel voll, oder das ganze Tortenstück vor dem Publikum vernascht wird, ist dem Jubelpaar überlassen. Wer es gerne etwas frecher mag, der kann seinem Partner den Kuchen auch ins Gesicht schmieren. Dieses gegenseitige Füttern und Beschmieren sind ein großer Spaß für alle Gäste.
(Ein kleiner Tipp: In den USA wird in der Regel ein Stück des Kuchens aufgehoben und eingefroren. Am ersten Jahrestag wird dieses dann wieder herausgeholt und gegessen. Ob es dann noch schmeckt, ist die eine Frage. Mit Sicherheit bringt es viele schöne Erinnerungen an die Hochzeit zurück)

Natürlich darf auch der Tanz auf einer „typischen“ amerikanischen Hochzeit nicht fehlen. Eröffnet wird dieser, wie in Deutschland auch, mit dem Ehrentanz des Hochzeitspaares. In den USA steht aber auch ein Vater-Tochter-Tanz immer wieder auf dem Programm einer Hochzeitsfeier. Kleine Spiele und Rätsel, die die Gäste rund um das Jubelpaar lösen können, sorgen für eine nette Abwechslung zwischendurch.

Wunderkerzen zur Verabschiedung des Brautpaares

Wunderkerzen zur Verabschiedung des Brautpaares

Der wohl größte Unterschied zwischen einer deutschen und einer amerikanischen Hochzeit ist wohl die Dauer der Party. Während in Deutschland die Hochzeitsfeier in den Regel vom früher Abend bis tief in die Nacht stattfinden kann, bieten viele Locations nur eine begrenzte Dauer an. Diese beträgt oft vier Stunden und kann gegen eine Aufpreis etwas verlängert werden. Vier Stunden bedeutet also auch heiraten und feiern im Schnelldurchlauf, da das Essen, das Kuchenanschneiden, Tanzen und Spiele in dieser kurzen Zeit untergebracht werden möchten. Aufgrund dieser kurzen, begrenzten Zeit verlassen die meisten Hochzeitsgäste die Reception (Feier) zeitgleich mit dem Brautpaar. Daher werden diese noch oft mit Seifenblasen, Wunderkerzen oder Lampions verabschiedet, bevor sich die Hochzeitsgesellschaft auflöst.

4th of July – Independence Day

In wenigen Tagen findet in den USA der Independence Day, der Unabhängigkeitstag statt. Dieser wird traditionell am 4.ten Juli jeden Jahres mit Feuerwerken, Ansprachen, Paraden und Salutschüssen gefeiert. Doch was genau feiert der Amerikaner eigentlich an diesem Tag?

Hintergrund des 4th of July

Hintergrund ist die Ratifizierung der Unabhängigkeitserklärung am 4 Juli 1776. Hier wurden die bestehenden 13 Gründerkolonien zum ersten Mal als die „Vereinigten Staaten von Amerika“ bezeichnet. Die offizielle, rechtliche Grundlage wurde zwar erst wenige Jahre später (am 21 Juni 1788) mit der noch heute gültigen US-Verfassung gegeben, doch die Amerikaner feiern den 4.ten Juli als Tag der Staatsgründung an dem sie ihre Unabhängigkeit erreichten.

Bereits ein Jahr nach dem Kontinentalkongress von 1776 wurde der Independence Day mit Salutschüssen und Ansprachen gefeiert, wobei der Name „Independence Day“ erst 1791 das erste Mal fiel. Seither wird diesem Tag eine besondere Symbolkraft zugeschrieben. Ebenso ist er Teil vieler Filme (z. B. „Independence Day“ 1996, Sci-Fi von Roland Emmerich) sowie Romanen („Independence Day“ 1995, Roman von Richard Ford)

Landesweite Feierlichkeiten zur Unabhängigkeit

Gefeiert wird der Unabhängigkeitstag landesweit. Es finden Paraden statt, Politiker halten Ansprachen und am Abend gibt es häufig große Feuerwerke, die nicht nur Kinderaugen leuchten lassen. Außerdem wird zum 4. Juli das Haus in den patriotischen Farben Blau, Rot und Weiß dekoriert. Oft finden auch kleine „4th ofJuly“-Partys statt, bei denen sich die Nachbarn oder Freunde versammeln, gemütlich zusammen sitzen und klönen. Highlight sind dabei Snacks in den Farben der amerikanischen Flagge.

DiY: Give-away für die Hochzeit

Amerikaner lieben Geschenke. Daher verschenken sie auch zu allen möglichen Anlässen immer mal wieder kleine Aufmerksamkeiten. Da bietet die Hochzeit natürlich an, Präsente an Freunde und Verwandte zu verteilen und sich somit für ihr Kommen zu bedanken. Möglichkeiten für Give-aways, oder auch favors genannt, gibt es viele. Täschchen mit selbstgebackenen Keksen, Süßigkeiten, bedruckte Getränkekühler, kleine Seifen.. Diese Liste könnte man fast unendlich weiter führen.

Mir fielen diese kleinen „Statuen“ ins Auge, welche auch hervorragend als Give-Away zu verschenken sind. Die niedlichen Präsente sind schnell und einfach selbst gemacht und aufgrund ihres Preises auch noch etwas für das Hochzeitsbudget.

Benötigt werden lediglich Wäscheklammern, Pinsel, Farben (wenn in einem farbigen Kleid geheiratet wird, können die Farben auch gerne angepasst werden), sowie eventuell Spitzenstoff oder Garn in der Farbe der Haare der Braut.

Süßes Give-Away für die Hochzeit

Süßes Give-Away für die Hochzeitsgäste

Mit einem kleinen Pinsel malt Ihr nun vorsichtig ein Kleid auf die eine Seite der Wäscheklammer, einen Anzug auf die andere Seite. Einen Schlips oder eine Fliege für den Mann, eine Kette für die Frau sind beispielsweise Accesoires, die gerne ergänzt werden können. Kleine schwarze Striche sind die Augen, sowie ein zum Kuss gespitzer, roter Mund für beide machen die kleine Holzstatue vollständig. Natürlich können dem Bräutigam und der Braut noch Haare aufgemalt oder aufgeklebt werden. Ich habe mich im Falle der Braut für einen Schleier entschieden, indem ich einfach ein Spitzendeckchen zerschnitten habe, welches noch zuhause rumlag. Das Ganze ist wirklich super schnell gemacht und eignet sich gut, als Deko auf dem Teller der Gäste oder auch als Platzkartenhalter oder Tischnummernträger.TIPP: Wer die Brautpaare für die Tischnummern nehmen möchte, greift am besten zu größeren Wäscheklammern. Diese findet man oft im Bastelladen oder auf Amazon, etc.

Die Hochzeitszeremonie

Nach endlosem Warten, Proben und Vorbereiten ist es dann endlich so weit. Der große Tag ist da! Wie schon erwähnt, gibt es einige Unterschiede zwischen der deutschen und der amerikanischen Zeremonie. Der größte Unterschied besteht wohl darin, dass es in Deutschland die standesamtliche sowie die kirchliche Trauung gibt, während in den USA nur eine Trauung stattfindet. Ob diese in einer Kirche, im „Court House“, einem Hotel oder draußen im Grünen gefeiert wird, ist dem Hochzeitspaar überlassen. Da nur eine Zeremonie gefeiert wird, entscheiden sich allerdings die meisten Paare dafür, den Bund der Ehe nicht im Court House sondern mit Freunden und Familie in der Kirche oder im Freien mit einer anschließenden „Reception“, also einer Hochzeitsparty, einzugehen.

Kurz und knackig und sogar ohne Priester? Das geht!

Die Zeremonie ansich erinnert eher an die standesamtliche Hochzeit. Sie kann natürlich mit Aufsagen von Gedichten, Singen von Liedern oder Sonstigem in die Länge gezogen werden, das Formelle ist jedoch zumeist in nur weigen Minuten erledigt. Falls es also jemand besonders kurz und knackig mag, ist das in Amerika gar kein Problem. Vollzogen wird die Eheschließung von einer beliebigen Person mit gültiger staatlicher Lizenz zum Vermählen. Somit ist es keine Verpflichtung die Vermählung von einem Pfarrer oder Priester, bzw. Standesamtbeauftragten, durchführen zu lassen. Wer in Amerika eine Lizenz besitzt darf das Brautpaar (nur mit gültiger Heiratslizenz) verwählen, ob nun die eigene Mutter oder Vater, weitere Verwandte, Freunde oder ein Priester ist dabei egal.

Das Herzstück der Zeremonie: die wedding vows

Durch zahlreiche Hollywood-Filme sind die Eheversprechen, die wedding vows, besonders bekannt, die gerne von den Brautpaaren persönlich verfasst werden und somit alle Anwesenden zu Tränen rühren. Auch in der Realität sind personalisierte vows das Highlight der Hochzeitszeremonie. Doch obwohl eigens erdachte Eheversprechen immer gefragter werden, zieht der Großteil amerikanischer Hochzeitspaare noch immer die „traditional wedding vows“ vor.

Falls auch Ihr vor einer amerikanischen Hochzeit steht habe ich vier bewährte Vorlagen der wedding vows für euch. Diese können natürlich abgeändert werden, bei großen Änderungen würde ich jedoch raten vorher mit dem trauenden Priester/der trauenden Person zu sprechen und die Änderungen genehmigen zu lassen.

Traditional Wedding Vow No. 1
I, (name), take you (name), to be my (wife/husband), to have and to hold from this day forward, for better or for worse, for richer, for poorer, in sickness and in health, to love and to cherish; from this day forward until death do us part.

Traditional Wedding Vow No. 2
I, (name), take you, (name), to be my (husband/wife), my constant friend, my faithful partner and my love from this day forward. In the presence of God, our family and friends, I offer you my solemn vow to be your faithful partner in sickness and in health, in good times and in bad, and in joy as well as in sorrow. I promise to love you unconditionally, to support you in your goals, to honor and respect you, to laugh with you and cry with you, and to cherish you for as long as we both shall live.

Traditional Wedding Vow No. 3
I, (name), take you, (name), to be my beloved (wife/husband), to have and to hold you, to honor you, to treasure you, to be at your side in sorrow and in joy, in the good times, and in the bad, and to love and cherish you always. I promise you this from my heart, for all the days of my life.

Traditional Wedding Vow No.4
(Name), I take you to be my lawfully wedded (husband/wife). Before these witnesses I vow to love you and care for you as long as we both shall live. I take you with all your faults and your strengths as I offer myself to you with my faults and strengths. I will help you when you need help, and I will turn to you when I need help. I choose you as the person with whom I will spend my life.

 

The wedding rehearsal / rehearsal dinner

Heiraten will geübt sein!

Dass denken sich zumindest die meisten Amerikaner. Deswegen wird traditionell einen Tag vor der Hochzeit das „wedding rehearsal“ und das „rehearsal dinner“ veranstaltet. Beides ist sozusagen die Generalprobe für den morgigen Tag.

Beim wedding rehearsal wird das Geschehen während der Hochzeitszeremonie geprobt, so dass es während der Hochzeit zu keinen Patzern oder Missgeschicken kommt. Geübt wird vor allem die Reihenfolge des Einzugs in die Kirche oder des Veranstaltungsort.

Ablauf des Einzuges: Wer geht wann?

In der Regel betritt der Bräutigam, begleitet von seinen Groomsmen die Kirche zuerst (häufig durch einen Seiteneingang, so dass er die Gäste anschaut). Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass die Groomsmen zusammen mit den Bridesmaids einziehen und diese bis zu ihrem Platz geleiten. Es ist dem Brautpaar überlassen, welche Variante sie bevorzugen.

Nach dem Bräutigam und den Groomsmen folgen die Brautjungfern. Diese ziehen von hinten ein und reihen sich neben dem Altar auf (viele Brautpaare bevorzugen es, wenn die Brautjungfern sich nach der Größe aufreihen, wobei die Kleinste den Gang zuerst entlang schreitet).

Anschließend folgt die Maid of Honor, die erste Brautjungfer. Auch hier besteht die Möglichkeit, dass sie vom Best Man begleitet wird.

Der Ring Bearer, meist ein Kind, folgt als nächstes. Darauf wiederum folgen Blumenmädchen direkt vor der Braut.

Zum Schluss schreitet die Braut den Gang entlang. Begleitet wird sie von einer von ihr gewählten Person (oft wird der Vater gewählt), der sie in die Arme des Bräutigams übergibt. Dabei läuft die Braut in der Regel am linken Arm ihres Begleiters.

Auch die Zeremonie wird noch einmal kurz durchgesprochen und geprobt. Anwesend zum wedding rehearsal sind alle eben genannten Personen, sowie bereits von der Ferne angereiste Hochzeitsgäste.

Probeessen / rehearsal dinner

Auch beim rehearsal dinner sind alle näheren Verwandten, bridesmaids und groomsmen des Brautpaares anwesend.

rehearsal dinner

rehearsal dinner

Traditionell wird das Probeessen von den Eltern der Braut organisiert als auch gezahlt. Doch in der heutigen Zeit hat sich bereits vieles gelockert und daher übernehmen auch immer öfter die groomsmen und bridesmaids die Organisation und Bezahlung des Dinners. Die gemütliche, beschauliche Atmosphäre wird oft dazu genutzt einen Toast auszusprechen, der am nächsten Tag nicht vor allen Hochzeitsgästen ausgesprochen werden soll. Gerne folgt das rehearsal dinner auch einem Motto. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass das Dinner der folgenden Hochzeit dabei nicht den Rang abläuft. Schlicht ist hier oft besser.

Nach dem rehearsal dinner ist dann Zeit sich zu verabschieden. Die Nacht vor der Hochzeit wird schließlich traditionell getrennt voneinander verbracht! ;)

Bridesmaid – Aufgaben und Bedeutung der Brautjunger

Die Verlobung wurde bekannt gegeben. Nun ist es an der Zeit die Hochzeit zu planen. Doch da gehört eine Menge zu. Die Gästeliste will geschrieben, die Location ausgesucht und die Musik und das Essen bestellt werden. Außerdem fehlt dann ja noch die ganze Dekoration und das Brautkleid sucht sich auch nicht von alleine aus. Wie ist das nur alles zu schaffen? Genau für diesen Zweck gibt es in den USA die sogenannten „bridesmaids“, die Brautjungfern. Diese stehen der Braut in Rat und Tat zur Seite, wenn es an all die schwierigen Entscheidungen geht.

Der Ursprung der Brautjungfern

Der Ursprung der Brautjungfern geht allerdings auf eine andere Geschichte zurück. In der Vergangenheit sollten die bridesmaids die Braut vor bösen Geistern schützen. Durch die Anwesenheit anderer hübscher Damen in festlicher Kleidung, sollte der böse Geist verwirrt werden. Dieser könne bei all den festlich gekleideten Jungfrauen nicht erkennen, welche die richtige Braut ist und von dannen ziehen.

Die Auswahl der bridesmaids

Heute haben sich die Aufgaben der bridesmaids verändert und es ist oft ein großer Spaß für alle Beteiligten. Um Komplikationen aus dem Weg zu gehen, sollte die Braut genau überlegen, wen sie zu ihren persönlichen „Gehilfinnen“ macht. Die Auswahl geschieht in der Regel über Einladungskarten von der zukünftigen Braut an „ihre Mädels“. Ein leichtes Do-it-Yourself mit passendem Download, findet Ihr gleich HIER. Die Anzahl der Brautjungfern ist ihr selbst überlassen, selten übersteigt die Zahl jedoch acht, da es sonst zu unübersichtlich werden kann. Außerdem sollten nur Personen gewählt werden, die der Braut auch wirklich nahe stehen. Traditionell werden nur unverheiratete Frauen zu Brautjungfern auserkoren. Zudem gibt es eine „Maid of honor“, die erste Brautjungfer, die der Braut besonders hilft und sie unterstützt. Diese Aufgabe wird oft von der Schwester der Braut oder der Besten Freundin wahrgenommen.

Aufgaben und Pflichten

Eine bridesmaid zu sein birgt jedoch nicht nur Spaß. Es verstecken sich einige Pflichten hinter der Fassade. Die Brautjungfern sind beispielsweise für das Aussehen der Braut an ihrem Hochzeitstag zuständig und helfen ihr traditionell in das Kleid. Durch das Verteilen der Aufgaben auf die Brautjungfern soll die Braut entlastet und ihre eigene Hochzeit in vollen Zügen genießen können. Auch im Vorfeld gehören Aufgaben wie Auswählen des Essens und der Musik oder die Aufstellung des Sitzplanes zu den Pflichten einer bridesmaid.

Die Kleidung der bridesmaids richtet sich ganz nach den Wünschen der Braut. Diese gibt vor, in welchem Farbschema sie sich ihre Hochzeit wünscht und sucht zusammen mit ihren Freundinnen die Kleider aus. (Achtung: Brautjungfern sind selbst für die Zahlung der Kleider, Accessoires und Transport zuständig) Wichtig bei der Auswahl der Kleider ist es, dass diese mit dem Brautkleid harmonieren, ihm aber nicht die Show stehlen. Schließlich ist es der große Tag der Braut und nicht der Brautjungfern.

Bridal Shower und Bachelorette Party

Ein bisschen Spaß muss sein! Bei all den Pflichten denen die Brautjungern nachkommen müssen, ist eine jedoch besonders spaßig. Sie sind für die Planung und Durchführung einer Bridal Shower bzw. einer Bachelorette Party zuständig. Bei einer Bridal Shower geht es in der Regel etwas gesitteter zu. Geschenke (die oft als Anspielung auf die Hochzeitsnacht ausgelegt sind) werden der Braut überreicht, es wird Sekt getrunken und die Kleider und Frisuren aller Anwesenden geplant. Die Bachelorette-Party ist für die etwas feierwütigeren Mädels gedacht. Es wird häufig mehr Alkohol getrunken, lustige Spiele mit und rund um die Braut gespielt. Oft geht die gesamte Truppe dann in eine Disko um dort den Abschied der „Junggessellin“ zu feiern.