Heimatgefühl in der Ferne – Aldi in den USA

Ihr seid gerade in Amerika? Oder plant einen längeren Aufenthalt dort? Dann habe ich einen guten Tipp für euch, falls das Heimweh einmal kommt. Auch in Amerika gibt’s die altbewährten Läden von Aldi. Und sie ähneln den deutschen Geschäften wie ein Ei dem anderen. Immer mehr der deutschen Geschäfte finden Fuß in den Vereinigten Staaten.

Ganze 1.300 Filialen finden sich bereits in 32 Staaten der USA. 650 weitere Läden sind für die nächsten 5 Jahre geplant. Natürlich sind die angebotenen Produkte etwas anders und auf den amerikanischen Geschmack abgestimmt. Aber wenn man etwas sucht, finden sich immer wieder typisch deutsche Produkte, wie zum Beispiel Spekulatius, Spätzle oder, zur Weihnachtszeit, Christstollen. So kann auch in weiter Ferne Heimatgefühl aufkommen. Zunächst dachte ich, dass Aldi dort bestimmt sehr teuer sein würde, weil es ja ein deutsches Geschäft ist und die Lebensmittelpreise in den USA ja allgemeim sehr hoch sind. Aber ganz im Gegenteil, einige Produkte, wie zum Beispiel Wasser, sind wesentlich günstiger als in anderen Geschäften, wie Publix, Kroger oder Target. Sehr zu empfehlen sind auch die Kuchen in der Kühltruhe, da diese mehr dem deutschen Markt entsprechen und im Gegensatz zu amerikanischen Kuchen und Torten nicht mit Unmengen an Zucker oder Stevia gesüßt worden sind.

Ordnung und Umweltschutz: Aldi setzt sich auch in den USA ein
Einkaufswagen mit Pfandmünzen

Noch etwas Bekanntes beim US Aldi sind die Einkaufswagen. Auf den Parkplätzen vieler anderer Läden in Amerika stehen die Wagen kreuz und quer auf dem Parkplatz verteilt. Nicht so beim Aldi, weil hier die Einkaufswagen wie in Deutschland nur durch eine „Pfandmünze“ rausgegeben werden. Ein Quarter (25 Cent) muss wie gewohnt in den Wagen gesteckt werden, damit dieser genutzt werden kann. Am Ende gibt der Wagen ihn wieder aus, wenn er ordnungsgemäß weggestellt wurde. Aldi ist damit die einzige Einkaufskette in den USA, die dieses Verfahren anwendet. Auch sehr positiv zu bemerken, ist die Einstellung vom Aldi, dass eigene Tüten oder Körbe mitgebracht werden müssen, um die Einkäufe zu transportieren. Natürlich können auch vor Ort Taschen gekauft werden. Bei Kroger, Publix und Co. werden die ganzen Einkäufe ungefragt in dünne Plastiktüten verpackt, die zu Haus nur weggeschmissen werden. Außerdem werden hier frische Produkte, wie Obst und Gemüse und schwere Einkäufe immer einzeln verpackt, damit nichts zerdrückt wird. Tüten könnten gespart werden, wenn die schweren Sachen unten und die frischen, leicht zerdrückbaren Produkte obenauf gepackt werden. Durch die Nutzung mitgebrachter Tüten und Körbe leistet Aldi einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz, an dem sich die amerikanischen Läden hoffentlich bald ein Beispiel nehmen.

 

Fotokennzeichnung:
Bild Nr 1   © pixabay

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