Kategorie-Archiv: Sehenswürdigkeiten

Walk of Fame

Wer kennt ihn nicht, den berühmtesten Gehweg der USA? Der Walk-of-Fame erstreckt sich zu beiden Seiten des Hollywood Boulevards in Los Angeles. Berühmt wurde der Fußweg durch eingelassene Sterne, die Namen von Schauspielern, Sängern oder anderen bekannten Persönlichenkeiten tragen.

Tausende Sterne auf dem Walk of Fame
Stern des Schauspielers Johnny Depp auf dem Walk of Fame

Stern des Schauspielers Johnny Depp auf dem Walk of Fame

Der Bau des Walk of Fames wurde im Jahr 1957/58 beschlossen, um der Filmindustrie mehr Aufschwung zu verleihen. Zu Beginn wurden von vier Auswahlkommitees 1.558 Künster ausgewählt, die einen Stern auf dem Gehweg erhalten sollten. Februar 1960 wurde der Bau dann begonnen und bereits im darauf folgenden November eingeweiht. Individuelle Zeremonien für die geehrten Prominenten gab es zu der Zeit nicht. Ab 1968 wurden neue Berühmtheiten aufgenommen und bis heute folgen jährlich durchschnittlich 24 Leute mit einem eignen Stern auf dem Walk of Fame. Mit der Ehrung von Peter Jackson im Dezember 2015 befinden sich momentan 2537 Sterne auf dem berühmten Bürgersteig.

Die Sterne sind alle aus Terrazzo, einem Bodenbelag aus der Antike, gefertigt. In dem Stern wird der Name der Person oder der Gruppe eingraviert sowie die Kategorie, in der die Ehrung stattfindet. Hier werden seit 1984 fünf Kategorien unterschieden:

  • Film
  • Fernsehen
  • Musik
  • Radio
  • Theater
Pleiten, Pech und Pannen?!

Pannen und Diebstäle halten sich beim Walk of Fame für sein über 50-jähriges Bestehen in Grenzen. Es gab lediglich vier Diebstähle. Drei im Falle von Bauarbeiten, wonach die Setren durch Duplikate ersetzt wurden. Die Originale wurden jedoch kurze Zeit später sicher gestellt. Der Stern von Gregory Peck wurde von Unbekannten entwendet und wurde ebenfalls durch eine Zweitanfertigung ersetzt. Das Original bleibt weiterhin verschwunden.

Schreibfehler im Namen von Prominenten traten bisher zwar auf (wie zum Beispiel bei Julia Louis-Dreyfus oder Dick van Dyke), wurden aber noch vor der Zeremonie korrigiert und ausgewechselt.

Einer weiteren Verwechslung fiel der Stern eines Radio-Moderators zum Opfer. Dieser hat den gleichen Namen wie Musik-Legende Michael Jackson. Nach dessen Tod versammelten sich trauernde Fans um den „falschen“ Michael Jackson, weil der Stern des Musikers mit einem roten Teppich bedeckt war, da im Grauman’s Chinese Theatre eine Filmpremiere stattfand.

Golden Gate Bridge – San Francisco

Sie ist eines der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Vereinigten Staaten, die Golden Gate Bridge. Sie befindet sich im kalifornischen San Francisco am Eingang zu einer Bucht mit dem Namen „Golden Gate“. Dank dieser bekam die berühmteste Brücke der Welt auch ihren Namen. Sie verbindet die Stadt San Francisco mit dem Napa- und Sonoma Valley sowie Marin Country.

Bauarbeiten und Missgeschicke
600.000 Nieten pro Turm halten das atemberaubende Bauwerk zusammen

600.000 Nieten pro Turm halten das atemberaubende Bauwerk zusammen

Die Brücke ist ein Meisterwerk, welches Othmar Ammann entwarf und mit Hilfe von Charled Ellis, der die mathematischen Berechnungen vornahm, in die Realität umsetzte. Die Bauarbeiten begannen bereits am 05. Januar 1933 und dauerte bis zum 19. April 1937 an. Während der Bauarbeiten war ein Netz unter der Baustelle gespannt, um stürzende Bauarbeiter aufzufangen. Dieses Netz rettete einigen Menschen das Leben, welche sich zusammenschlossen und nun unter dem Namen „Half-Way-to-Hell-Club“  USA-weit bekannt sind. Der Bau wurde durch Präsident Roosevelts „Works Progress Administration“ vorangetrieben und relativ schnell fertig gestellt. Am Ende der Bauarbeiten kam es dennoch zu einem Fauxpas. Die Türme die die Brücke halten, werden mit jeweils 600.000 Nieten gehalten. Um einen spektakulären Abschluss der Bauarbeiten zu bieten, wurde die letzte Niete aus purem Gold angefertigt und sollte damit dem Meilenstein dieses Bauwerks demonstrieren. Bei dem Versuch die Niete anzubringen fiel diese jedoch in das Wasser und wurde bis heute nicht mehr gefunden.

Knalliges Orange – das Wiedererkennungszeichen
Golden Gate Bridge in der Abenddämmerung - ein beliebtes Fotomotiv

Golden Gate Bridge in der Abenddämmerung – ein beliebtes Fotomotiv

Auch bei der Farbe gab es einige Änderungen. Geplant war die Golden Gate Bridge in einem Grau, das typische Orange wurde lediglich als Schutzmittel vor Korrosionen angewendet und sollte dancah übergestrichen werden. Die Farbe gefiel den Anwohnern jedoch so gut, dass sie beibehalten wurde.

Bereits am 28. Mai 1937 wurde die Golden Gate Bridge durch Präsident Roosevelt für den öffentlichen Verkehr geöffnet. Die Brücke ist heute auf sechs Fahrbahnen befahrbar, was einer Breite von 27,6 Metern der Brücke entspricht. Für die Fahrt stadteinwärts muss eine Maut entrichtet werden, stadtauswärts ist für alle Verkehrsteilnehmer kostenfrei. Auch Fußgänger und Fahrradfahrer können die Brücke überqueren, sie müssen in keinem Fall Kosten zahlen. Sie ist 2737 Meter lang und bringt ein Gewicht von 887.000 Tonnen auf die Waage. Bis 1964 galt die Brücke als längte Hängebrücke der Welt, als sie von der Verrezano Narrows Bridge in New York abgelöst wurde.

Anbau eines Sicherungsnetz geplant

Im Juni 2014 wurde der „Anbau“ eines Sicherheitsnetzes beschlossen, welches an beiden Seiten bis zu sieben Meter unter der Brücke hervorragen soll. Grund dafür sind die vielen Selbstmorde, die sich auf der Brücke ereignen. Seit 1937 starben nahmen sich schätzungsweise 1600  Menschen das Leben, da das Geländer lediglich 1,2 Meter hoch ist.

Heute ist die Brücke gern eine oft besuchte Sehenswürdigkeit San Franciscos und Motiv vieler Postkarten, Postern und Bildern der USA, welche oft wegen dem Nebel, der sich häufig über die Brücke legt, besonders spektakulär sind.

Freiheitsstatue – Statue of liberty

Jeder kennt sie – sie ist die Sehenswürdigkeit in New York und einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der ganzen Welt. Majestätisch steht die Lady Liberty, wie die Amerikaner ihre Freiheitsstatue liebevoll nennen, auf Liberty Island, einer kleinen Insel vor dem Hafen New Yorks.

Historischer Hintergrund der Freiheitsstatue
Lady Liberty

Die Lady Liberty

Die Freiheitsstatue kam 1886 als Geschenk des französischen Volkes in die Vereinigten Staaten. Die erste Anfertigung eines Modells erfolgte bereits 16 Jahre zuvor, 1870, durch den Künstler Frédéric-Auguste Bartholdi. Die Idee für ein Projekt zur Symbolisierung der Unabhängigkeit kam dem Politiker Édouard René de Lamboulaye allerdings bereits im Jahr 1865. Er und Bartholdi vertagten die Idee jedoch immer wieder aufgrund der herschenden politischen Verhältnisse in Frankreich. Als Präsident Ulysses S. Grant den Bauplatz auf der Insel vor der Stadt New York zur Verfügung stellte, startete Bartholdi kurz darauf mit der weiteren Gestaltung der geplanten Statue.

Gestaltung der Lady Liberty
Die Freiheitsstatue auf Liberty Island

Die Freiheitsstatue auf Liberty Island

Er entschied sich für die Gestaltung der Statue nach dem Vorbild der römischen Göttin Libertas, welche für Freiheit und Unabhängigkeit stand und in erster Linie von freigelassenen Sklaven angebetet wurde. Für die finale Gestaltung entschied er sich für eine in Roben gehüllte Frau, die in der rechten Hand eine Fackel in die Höhe reckt. In der linken Hand hält sie eine Tafel mit der Inschrift des Datums der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und zu ihren Füßen liegt eine zerbrochene Kette, um die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten weiter zu verdeutlichen. Die Statue wurde aus Die Statue wurde bronziert und hatte dadurch eine kupferne Farbe. Schon nach wenigen Jahren begann die natürliche Verfärbung der oberen Schicht in eine grüße Patina, welche sie auch heute noch hat. Mit den Maßen von 92,99 Metern Gesamthöhe sowie einer reinen Figurhöhe von 46,05 Metern ist die Statue of liberty eine der höchsten Statuen weltweit.

Kleinere Ausbesserungen und Renovierungsarbeiten

Die Statue wurde in Frankreich gefertigt und in Einzelteilen in die USA überführt. Dort wurden die Einzelteile auf der heutigen Liberty Island zusammengefügt und am 28. Oktober 1886 durch Präsident Grover Cleveland mit einer großen Parade offiziell eingeweiht. Die Zuschauerzahl der Parade wird auf mehrere Hunderttausend bis zu einer Millionen geschätzt. Im Laufe der Jahre erlitt die Freiheitsstatue kleinere Schäden und Abnutzungserscheinungen. So wurde beispielsweise bei einem Sprengstoffanschlag deutscher Saboteure im ersten Weltkrieg der Fackelarm beschädigt. Der Aufgang dorthin wurde danach aus Sicherheitsgründen geschlossen und ist auch heute noch für Besucher gesperrt. Nach den Anschlägen auf das World Trade Center am 11. September 2001 wurde die Insel komplett gesperrt, gegen Ende 2001 wurde sie unter höheren Sicherheitsstufen wieder eröffnet. Der Eintrii in den Sockel war erst 2004 wieder gestattet. Heute besuchen mehrere Tausend Touristen täglich die Freiheitsstatue und Liberty Island. Der Eintritt ist kostenlos, jedoch muss für die Fahrt mit den Fähren gezahlt werden.

 

Der Everglades-Nationalpark

Der Everglades-Nationalpark ist eine der großen Touristenattraktionen des US-Bundesstaates Florida. Der Park besteht aus sumpfigen Marschland und liegt im Tiefen Süden. Er gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Everglades – Fakten zum berühmten Sumpfland Floridas
Sumpflandschaft in den Everglades

Sumpflandschaft in den Everglades

Eigentlich ist der Park nur ein kleiner Teil der sumpfigen Landschaft. Lediglich 20% des ursprünglichen Feuchtgebietes werden durch den Nationalpark geschützt. Doch auch hier findet sich eine unbeschreibliche Artenvielfalt von Landtieren, Fischen und Reptilien. Zum Weltnaturerbe wurden die Everglades 1979 erklärt, werden aber auf der Roten Liste des Weltnaturerbes geführt, da diese Region aufgrund von Austrocknung und Verschmutzung gefährdet sei. Dies kommt vor allem daher, dass das Wasser der Everglades gereinigt und als Trinkwasser für umliegenden Gegenden (wie z.B. Miami) genutzt wird.

Die gesamten Everglades reichen von der südlichsten Spitze der Halbinsel bis zum Lake Okeechobee im Norden und sind als „Grasfluss“ bekannt. Dieser Name ergibt sich daher, dass das Wasser der „Flusses“ häufig so niedrig ist, dass Gras dort ohne Probleme wachsen kann und das Ganze eher wie eine überflutete Wiese aussieht. Dennoch fließt der Strom ca. 1 Meter pro Stunde.

Alligatoren und Krokodile in freier Wildbahn – ein Publikumsmagnet
Ein Alligator in freier Wildbahn

Ein Alligator in freier Wildbahn

Besonders bekannt und beliebt sind die Everglades jedoch für ihr freilebenden Tierarten, die teilweise aus nächster Nähe beobachtet werden können. So können Besucher beispielsweise Seekühe, Schlangen oder Pumas entdecken. Auch die einzigen freilebenden Flamingos der USA fühlen sich im seichten Wasser der Everglades zu Hause. Ein besonderes Hightlight ist es, wenn man einen der typischen Everglades-Krokodile oder Alligatoren zu Gesicht bekommt, denn nur hier leben sowohl Krokodile als auch Alligatoren. Zumeist meiden Sie die Menschen, doch aus sicherer Entfernung lassen Sie sich erkennen und sogar auf Bildern ablichten. Auch eine Reihe Vögel hat sich in der Sumpflandschaft ein Heim geschaffen. Ibisse, Pelikane, Kormorane und Störche drehen über den Besuchern ihr Runden, immer auf der Lauer nach einigen Leckerbissen. Das Füttern der Tiere ist jedoch strengstens verboten und wird mit hohen Geldstrafen geahndet. Ein eher ungern gesehener Gast ist die 1980 aus Asien eigeschleppte Tigerphyton. Sie tötet und frisst viele der dort lebenden Säugetiere und rottet diese in den Everglades Stück für Stück aus. Der Bestand der Waschbären, Luchse und Opossums ging bereits um über 90% zurück. Dadurch wird vermutet, dass Schildkröten sich unkontrolliert vermehren, da die Wäschbären die Eier nicht mehr fressen. Es wird versucht die Tigerphyton auszurotten, um den Tierbestand des Nationalparks weiterhin gewährleisten zu können, die Chancen stehen laut Parkschützern und Biologen allerdings schlecht. Insgesamt beherbergen die Everglades momentan rund 350 Vogelarten. Außerdem wurden bereits 300 verschiedene Salz- und Süßwasserfische, 40 Säugetier- sowie 50 Reptilarten entdeckt.