Enchiladas auf „meine Art“

Enchiladas werden in den USA oft und gerne gegessen.. Jaa, ich weiß, es ist ein mexikanisches Gericht, aber ich dachte mir, da es in vielen mexikanischen Restaurants in den Staaten großen Anklang finde, kann ich euch hier auch meine Version zum Besten geben.
Enchiladas sind weiche Tortillas aus Maismehl, die mit Fleisch (oft Hühnchen oder Chili) gefüllt sind und mit einer Sauce aus Chili und pürierten Bohnen überbacken wird. Auf einige wird Käse gegeben.

Vorneweg gesagt: Ich habe die Enchiladas „selbst kreiert“ aufgrund von großem Hunger und Resten, die noch verbraucht werden mussten. Daher leider kein original-mexikanisches Rezept, sondern die Varianta á la Kathi, welche aber auch wirklich lecker schmeckt! :)

Was ihr braucht um meinen kleinen Leckerbissen nach zu kochen:

Für zwei Personen

400g Hackfleisch
Eine kleine Dose Tomatenmark (zweifach konzentriert)
etw. Tomaten aus der Dose, stückig
Zwei frische Tomaten
etw. Feta-Käse
Streukäse nach Belieben
Pfeffer, Salz und Paprikagewürz (Rosenpaprika-scharf)
Zwei Tortilla-Wraps (kann man fertig kaufen)

Wie es klappt:

Zuerst wird das Hackfleisch krümlig gebraten, vorher etwas mit Salz & Pfeffer würzen. Nebenbei können bereits die Tomaten und der Fetakäse in Würfel geschnitten werden.
Wenn das Fleisch durchgebraten ist, kräftig mit Paprikagewürz würzen. Die Tomatenstücke und das Tomatenmark zugeben und kräftig umrühren. Wenn die rote Sauce zu fest ist, kann etwas Wasser zum Verdünnen (Achtung! Nicht zu viel) zugegeben werden. Die Tomaten- und Fetawürfel in die Fleisch-Sauce geben und vorsichtig unterheben.

Damit die Tortillas sich leicht einrollen lassen, leicht anfeuchten und kurz erwärmen (z.B. einige Sekunden in der Mikrowelle). Die Tortillas nun mit der Fleisch-Masse füllen und vorsichtig aufrollen. Nebeneinander in eine Auflaufform legen. Zum Schluss das Ganze mit dem Raspelkäse bestreuen und bei 150° Celsius einige Minuten bei Oberhitze überbacken, bis der Käse geschmolzen ist.

Die fertigen Enchiladas vorsichtig aus der Auflaufform heben und auf einem Teller anrichten. Schmeckt auch gut mit Sour Cream!
Lasst es euch schmecken! :)

Herbstblumen in Nationalfarben

SAMSUNGHeute morgen bin ich einfach mal durch unseren Garten geschlendert und habe mir all die Pflanzen angesehen. Es wird ja leider schon weniger mit der Blütenpracht, aber einige wenige farbige Tüpfelchen halten sich wacker.

 

SAMSUNGDeswegen hab ich gleich die Chance ergriffen und mit einen kleinen Blumenstrauß gepflückt. Nichts besonderes, sondern einfach ein bisschen Farbe auf dem Tisch. Um dem ganzen einen persönlichen „Touch“ zu geben, habe ich noch Herzen in Blau ausgeschnitten (zuerst einmal weil es zu meinen Kerzen passte, nachher ist mir erst aufgefallen, dass ich ja nun die amerikanischen nationalfarben im Strauß hatte). Die Herzen habe ich auf lange Holzstäbchen geklebt, von jeder Seite eins, so dass der Stab dort nicht mehr sichtbar war. Ab in die Blumen und schon war der kleine aber feine Blumenstrauß fertig.

Jack O’Lantern

Als „Jack O’Lantern“ wird der typische Halloween-Kürbis bezeichnet, dem gruselige Fratzen oder kunstvolle Bilder eingeschnitzt wurden. Wie er zu seinem Namen kam, könnt Ihr bereits in meinem vorhergehenden Beitrag über Halloween lesen. Ihr findet den Beitrag dazu –> hier.

In diesem Blogeintrag soll es mehr um die Kürbisse an sich gehen. Letztes Jahr hatte ich die Chance Halloween in den USA zu verbringen und durfte daher meinen eigenen ersten „Jack O’Lantern“ herstellen. Und das ist gar nicht so schwer. Lest selbst :)

Natürlich muss zuerst einmal der perfekte Kürbis gefunden werden, was in den USA die geringere Schwierigkeit ist. In allen Supermärkten lachen dich wirkliche Prachtexemplare an. In Deutschland ist das schon schwerer, da die Kürbisse hier eher zum Verspeisen gedacht sind. Aber nichts ist unmöglich. In größeren Supermärkten gibts auch in Deutschland eine tolle Auswahl.

Dann kommt die wohl schwierigste Aufgabe: das passende Motiv. Hier gibt es Internetseiten mit 1000 Auswahlmöglichkeiten, was die Entscheidung nicht unbedingt leichter macht. Auf Kürbis-schnitzen.de findet Ihr ein paar nette Vorlagen, natürlich finden sich auch bei Google oder sonst wo viele tolle Motive.

Jetzt kann der Deckel vom Kürbis herausgeschnitten werden und die ganzen Samen von Innen herausgepult werden (glitschige Angelegenheit). Die Kerne lassen sich übrigens toll im Backofen rösten, salzen und dann vor dem Fernseher vernaschen. Dann kann das Motiv vorsichtig auf den Kürbis übertragen werden. Dazu dieses einfach ausdrucken und mit Hilfe von Klebeband befestigen. An den Linien entlang „prickeln“ also mit einer Nadel kleine Löcher hineinstechen und schon ist das Motiv auf dem Kürbis. Um sich zum Jack O’Lantern zu wandeln, wird nun mit einem speziellen Messer an den Löchern entlang geschnitten. Diese Messer sind meist mit den „Kürbisnadeln“ in einem Set, zum Beispiel bei Amazon, erhältlich.

Wenn alles fertig ist, die Ränder mit etwas Vaseline einschmieren, das hilft den Kürbis länger frisch zu halten und vor dem schlecht werden zu bewahren. Ein Licht hinein und fertig ist das Ganze.
In meinem Fall war es übrigens eine Hexe vor ihrem Hexenkessel. :)

Schaurig schön oder?

Golden Gate Bridge – San Francisco

Sie ist eines der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Vereinigten Staaten, die Golden Gate Bridge. Sie befindet sich im kalifornischen San Francisco am Eingang zu einer Bucht mit dem Namen „Golden Gate“. Dank dieser bekam die berühmteste Brücke der Welt auch ihren Namen. Sie verbindet die Stadt San Francisco mit dem Napa- und Sonoma Valley sowie Marin Country.

Bauarbeiten und Missgeschicke

Die Brücke ist ein Meisterwerk, welches Othmar Ammann entwarf und mit Hilfe von Charled Ellis, der die mathematischen Berechnungen vornahm, in die Realität umsetzte. Die Bauarbeiten begannen bereits am 05. Januar 1933 und dauerte bis zum 19. April 1937 an. Während der Bauarbeiten war ein Netz unter der Baustelle gespannt, um stürzende Bauarbeiter aufzufangen. Dieses Netz rettete einigen Menschen das Leben, welche sich zusammenschlossen und nun unter dem Namen „Half-Way-to-Hell-Club“  USA-weit bekannt sind. Der Bau wurde durch Präsident Roosevelts „Works Progress Administration“ vorangetrieben und relativ schnell fertig gestellt. Am Ende der Bauarbeiten kam es dennoch zu einem Fauxpas. Die Türme die die Brücke halten, werden mit jeweils 600.000 Nieten gehalten. Um einen spektakulären Abschluss der Bauarbeiten zu bieten, wurde die letzte Niete aus purem Gold angefertigt und sollte damit dem Meilenstein dieses Bauwerks demonstrieren. Bei dem Versuch die Niete anzubringen fiel diese jedoch in das Wasser und wurde bis heute nicht mehr gefunden.

Knalliges Orange – das Wiedererkennungszeichen

Auch bei der Farbe gab es einige Änderungen. Geplant war die Golden Gate Bridge in einem Grau, das typische Orange wurde lediglich als Schutzmittel vor Korrosionen angewendet und sollte dancah übergestrichen werden. Die Farbe gefiel den Anwohnern jedoch so gut, dass sie beibehalten wurde.

Bereits am 28. Mai 1937 wurde die Golden Gate Bridge durch Präsident Roosevelt für den öffentlichen Verkehr geöffnet. Die Brücke ist heute auf sechs Fahrbahnen befahrbar, was einer Breite von 27,6 Metern der Brücke entspricht. Für die Fahrt stadteinwärts muss eine Maut entrichtet werden, stadtauswärts ist für alle Verkehrsteilnehmer kostenfrei. Auch Fußgänger und Fahrradfahrer können die Brücke überqueren, sie müssen in keinem Fall Kosten zahlen. Sie ist 2737 Meter lang und bringt ein Gewicht von 887.000 Tonnen auf die Waage. Bis 1964 galt die Brücke als längte Hängebrücke der Welt, als sie von der Verrezano Narrows Bridge in New York abgelöst wurde.

Anbau eines Sicherungsnetz geplant

Im Juni 2014 wurde der „Anbau“ eines Sicherheitsnetzes beschlossen, welches an beiden Seiten bis zu sieben Meter unter der Brücke hervorragen soll. Grund dafür sind die vielen Selbstmorde, die sich auf der Brücke ereignen. Seit 1937 starben nahmen sich schätzungsweise 1600  Menschen das Leben, da das Geländer lediglich 1,2 Meter hoch ist.

Heute ist die Brücke gern eine oft besuchte Sehenswürdigkeit San Franciscos und Motiv vieler Postkarten, Postern und Bildern der USA, welche oft wegen dem Nebel, der sich häufig über die Brücke legt, besonders spektakulär sind.

Bruschetta

Absolut unamerikanisch aber super lecker! Deswegen heute ein schnelles und unaufwendiges Rezept für eine tolle Vorspeise – oder aber auch als Snack zwischendurch.

Bruschetta ist eine italienische Vorspeise, die aus Tomaten, Olivenöl, Knoblauch und Baguette besteht. Sie wird übrigens „Brus-ketta“ ausgesprochen und nicht „Bru-SCHetta“. Ein Streit zwischen den Italienern und Deutschen der wohl nie ein Ende finden wird :D

Was Ihr (für zwei Personen) braucht:

Zwei saftige Tomaten
3 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen
1 kl. Zwiebel
Pfeffer und Salz
Vier Baguettescheiben, getoastet
etwas frisches Basilikum

Und los geht`s:

Die Tomaten und Zwiebeln klein hacken, auch eine Knoblauchzehe bereits fein schneiden. Zusammen in eine kleine Schüssel geben, mit dem Olivenöl beträuflen und kurz ziehen lassen. In der Zeit die Baquettescheiben toasten und mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe abreiben.
Die Tomatenmischung mit Salz und Pfeffer (Wer möchte kann auch etwas gehacktes Basilikum zugeben) abschmecken und auf die Brotscheiben geben. Mit fischem Basilikum garnieren und servieren.

Fertig ist die traditionell, italienische Vorspeise! Lecker! :)

Blogparade: Was ist ein „perfekter“ Urlaub?

Diese Frage beschäftigt wohl einige Menschen jedes Jahr. Auf Anregung von Max Adler’s Blog „Strandgazette“ nun auch ich mich. Er fragt in seiner Blogparade welche Art von Urlaub, ob luxuriöse Pauschalreise oder individuelles Urlaubsabenteuer, wir bevorzugen. Da es in diesem Blog um Themen rund um die USA geht, werde ich mich auf die Reiseplanung rund um die USA konzentrieren.

Ich denke, dass beide Urlaubsreisen ihre Vor- aber natürlich auch Nachteile haben. Ein Pauschalurlaub ist immer sehr gut geeignet um auszuspannen, sich einfach einmal fallen zu lassen und den ganzen Stress der Arbeit und des Alltags zu vergessen. Nachteilig ist jedoch, dass man in der Regel an einen Ort gebunden ist und sich höchstens durch, von der Reiseagentur organisierte, Veranstaltungen im jeweiligen Land bewegt und Sehenswürdigkeiten und Kultur kennen lernt.

Bei einem individuell geplanten Urlaub, ob mit dem Auto oder Wohnwagen quer durchs Land oder einfach eine selbst geplante Rundreise mit verschiedenen Zielen in den USA, liegt der große Vorteil darin, dass man viel vom Land sieht. Da man selbst auf der Straße unterwegs ist und man nicht mit Vollpension verpflegt wird und sich selber versorgen muss, kommt man schnell mit Einheimischen in Kontakt. Genau durch diese Beziehungen besteht die Chance das jeweilige Ziel von einem ganz anderen Standpunkt zu sehen und die Kultur zu erleben. Dies ist eine ganz besondere Erfahrung, wodurch besondere Erinnerungen gesammelt werden können. Nachteilig ist natürlich, dass vieles selber geplant und organisiert werden muss und es auch während des Trips noch zu Stress kommen kann.

Die USA ist ein wunderschönes Land, welches vielfältig ist und eine Menge Kulturen und Menschen miteinander vereint. Berühmt sind die Vereinten Staaten für die großflächige, atemberaumende Natur, und Ihre abwechslungsreiche Artenvielfalt. Daher denke ich, dass die USA ein Land sind, in dem sich eine individuelle Reise, wie beispielsweise ein Road Trip, unbedingt lohnt.  Die USA bietet vielfältige Ziele für jeden Geschmack. Sonnige Strände und große Metropolen an der Westküste, Naturschauspiele und Nationalparks überall im Land oder geschichtliche Schauplätze an der Ostküste.

Um dennoch eine ruhige Reise zu verleben und neben den vielen Zielen auch etwas Entspannung zu erleben, ist die Planung das A und O. Schon lang vorher sollten Reiseführer gewälzt werden (Tipp: Lonely Planet bietet tolle Tipps und Tricks, abseits vom Tourismus – gar nicht so teuer bei Amazon), Stadtkarten studiert und sich über Nächtigungsmöglichkeiten informiert werden. Hilfreich sind dabei auch Erfahrungsberichte von anderen Reisenden, diese findet man im Internet in Hülle und Fülle. So kann der Stress minimiert und die Reise genossen werden. Autos oder Campingwagen mieten muss übrigens gar nicht so teuer sein. Auf vielen Internetportalen finden sich tolle Angebote für Camper und Mietwagen.

Leider muss ich gestehen, dass ich bisher noch keinen Road Trip durch die USA machen konnte. Da ich jedoch nicht in Hotels sondern bei Freunden übernachtet habe, hatte ich auch die Gelegenheit die amerikanische Kultur von ganz nah zu erleben. Dennoch ist es ein großer Wunsch von mir, einen solchen Trip, zum Beispiel ein Stück der Route 66 entlang zu fahren, zu machen. Natürlich kann ich auch Pauschalurlauben etwas abgewinnen (wer lässt sich nicht gern rund um die Uhr verwöhnen?), doch ich denke das werde ich machen, wenn längere Wanderungen aufgrund des Alters schwerer werden und stundenlanges Fahren im engen Auto zur Tortur wird. Solange bin ich jederzeit für einen selbstgeplanten Trip durch die endlosen Weiten der USA zu haben.

Wart Ihr schon einmal in den USA? Als Pauschaltourist? Selbst organisiert? Oder vielleicht sogar einem anderen Grund, wie Arbeit, Studium, Au Pair?

Candy Corn

Die wohl bekannteste und beliebteste Süßigkeit rund um das Fest Halloween ist Candy Corn. Candy Corn (Süßigkeiten-Mais) wurde aufgrund seiner starken Ähnlichkeit mir einem Maiskorn benannt.

Mit einem gelben, abgerundetem Ende, einer dunkleren, orangenen Mitte und einer weißen Spitze sieht es so fast so aus wie ein übergroßes Maiskorn (ungefähr die dreifache Größe eines realen Korns). Ein weiterer Grund ner Namensbennung liegt in den Zutaten. Die Süßigkeit wird hauptsächlich aus Zucker, Farbstoffen, Bindemittel und Maissirup gemacht.

Schon seit dem Jahre 1880 begeistert Candy Corn, welches von George Renniger der Wunderle Candy Company erfunden wurde, die Kinder. Die National Confectioners Association schätzt den Verkauf heutzutage auf ca. 25 Millionen Pfund (entspricht 9.000 Tonnen). Die Produktion verlief im Jahre 1880 zunächst per Hand, inzwischen übernehmen diese Aufgabe riesige Maschinen, welche extra zu diesem Zweck erfunden wurden.

Candy Corn ist inzwischen in vielen Varianten und Geschmacksrichtungen erhältlich. In Deutschland ist die Süßigkeit in Supermärkten nicht erhältlich, wer die süßen Körnchen aber probieren möchte, kann sie über Online-Shops, wie Amazon erwerben.

Utah

Der Bundesstaat Utah ist für seine atemberaubende Natur bekannt. In diesem Staat finden sich fünf Nationalpark sowie das Monument Valley, welches nicht als Nationalpark zählt, da es von den dort lebenden Indianern selbst verwaltet wird. Sechs Naturdenkmäler gehören ebenso zu Utah.

Four-Corner – Monument

Utah liegt im Südwesten der USA und hat etwa 2.855 Millionen Einwohner. 80% dieser Menschen leben in dem Ballungsgebiet „Wasatch Front“. 60% der in Utah ansässigen Personen sind der regilionsrichtung der Mormonen zuzuordnen, was es zu einem der fünf Staaten der USA macht, in dem eine Religionsgruppe die absolute Mehrheit stellt. Zu dieser Region gehört das Salt Lake City Valley sowie das Utah Valley. Salt Lake City ist ebenso die Hauptstadt. Utah ist einer der vier Staaten des „Four Corner“-Punktes, was bedeutet, dass er zusammen mit den Staaten Colorado, New Mexico und Arizona an einem Punkt zusammenläuft. Dies ist die einzige Grenze der USA, wo vier Staaten zusammen treffen.

Extreme beim Klima

In Utah herrscht ein Steppenklima, was bedeutet, dass der Staat sowohl von heißen Sommern (über 30° Grad Celsius) bis zu kalten Wintern (oft unter 0° Grad Celsius) betroffen ist. Die kalten Temperatuen macht sich der Staat in soweit zu Nutze, dass er über eines der bekanntesten und beliebtesten Skifahrtsgebiete der USA verfügt. Die Beliebtheit ist zu einem auf die gute Lage des Skigebiets zu dem Flughafen Salt Lake Citys zurückzuführen, sowie auf den feinen Schnee, der auf dem außergewöhnlichen Klima des Staates beruht. In Salt Lake City fanden 2002 die Olympischen Winterspiele statt.

Utah’s wunderschöne Natur

Einer der bekanntesten Nationalparks ist der Arches-Nationalpark. Dieser beherrbergt die größte Konzentration an natürlichen Steinbögen. Etwa 2000 Bögen (engl. arches)  sind im Nationalpark zu finden. Die Bögen vergehen durch Verwitterung, durch Erosion bilden sich jedoch auch ständig neue, was die Anzahl der Bögen im Park stabil hält.
In direkter Nachbarschaft liegt ein weiterer Nationalpark, Canyonlands. Dieser bietet atemberaubende Blicke auf tiefe Canyons, die vom Colorado River und Green River in das Land geschnitten wurden.

Ein ebenfalls beliebtes Reiseziel ist das Monument Valley, welches für seine Tafelberge bekannt ist. Aufgrund der Kulisse wurde es bereits des Öfteren für Dreharbeiten ausgewählt. So ist es beispielsweise im Western-Epos „Spiel mir das Lied von Tod“ zu sehen. Auch in Werbungen für Motorräder oder Zigaretten wird das Monument Valley gern als Ausgangspunkt genommen, was die Gegend zu einer typischen „Wild-West“-Kulisse geformt hat

Halloween

Am 31.ten Oktober stehen die USA Kopf. Überall sieht man verkleidete Kinder, die mit Taschen und Eimern und Haus zu Haus ziehen und Süßigkeiten erhalten. Auch Erwachsene verkleiden sich als schaurige Gestalten und treffen auf großen Partys aufeinander. Der Grund für dieses alljährliche Tohuwabohu auf Amerikas Straßen ist Halloween.

Halloween ist ursprünglich ein Brauch aus Irland, benannt als All Hallows‘ Eve, aus dem sich mit der Zeit Halloween gebildet hat. In Irland gibt es am Vorabend zu dem katholischen Fest Allerheiligen am 1.ten November und sollte die bösen Geister vertreiben. Auswanderer brachten die Traditionen in die USA, wo es schnell großen Anklang bei anderen Kulturen fand und übernommen wurde. Inzwischen gehört es zu einem der wichtigsten Feste in den USA und Kanada.

Ausgehöhlte Kürbisse gehören zum Standardanblick während der Wochen vor Halloween. Sie werden Jack O’Lanterns genannt. Der Name geht zurück auf einen alten irischen Mythos von einem Jack Oldfield, der den Teufel einfing und ihn nur wieder freilassen wollte, wenn er Jack in Ruhe für den Rest seines Lebens in Ruhe lassen würde. Nach dem Tode des Jacks wurde er aufgrund seiner Tat nicht in den Himmel gelassen, aber auch in der Hölle wollte der Teufel ihn nicht haben. Der Teufel erbarmte sich jedoch und gab ihm eine ausgehöhlte Rübe und glühende Kohlen, damit er in aller Ewigkeit durch die Dunkelheit wandern könne. Da es in Amerika große Mengen an Kürbissen gab, haben die irischen Auswanderer diese anstatt der Rüben ausgehöhlt, schaurige Gesichter hineingeschnitzt und sie vor ihren Häusern aufgestellt. Die Fratzen der Kürbisgesichter sollten die bösen Geister abschrecken.

Auch heute finden sich vor den meisten Häusern in Amerika aufwendig verzierte Kürbisse, Hexen und Zauberer in den Bäumen und gruselige Lichteffekte rund um das Haus. Am Abend des 31.ten Oktobers gehen die Kinder „Trick or Treat’n“, was bedeutet, dass sie von Haus zu Haus ziehen und nach Süßigkeiten fragen. Ansonsten würden sie die Besitzer des Hauses mit einem Streich ärgern (Trick or Treat beudetet: Streich oder Süßigkeiten). Beliebt sind dabei Klopapierrollen, die aufs Haus oder rohe Eier die ans Fenster geworfen werden.

Die meisten Erwachsenen lassen sich den Spaß jedoch nicht nehmen und Versorgen die Supermen, Prinzessinnen, Feen, Geister und Feuerwehrmänner mit reichlich Süßigkeiten. (Kostüme müssen nicht unbedingt gruselig sein, das Motto ist hier: Jedem so, wie es ihm gefällt.

Die bekannteste Süßigkeit an Halloween ist wohl Candy Corn. Diese süßen Bonbons aus Zuckermasse sehen aus wie Maiskörner und finden daher besonders im Herbst großen Umsatz, da Mais in dieser Zeit geerntet wird. In den Läden der USA finden sich eine riesen Auswahl an unterschiedlichen Geschmacksrichtungen in allen Geschäften. Zu kaufen gibt es Candy Corn nicht in Deutschlands Geschäften, es kann jedoch bei einigen Online-Anbietern (z.B. Amazon) gefunden werden.

Auch vor den Erwachsenen macht die Anziehungskraft von Halloween nicht halt. In schaurig-schönen Verkleidungen werden rauschende Partys und Feste bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Natürlich ist auch die Party-Location mit Spinnenweben, Geistern und Kürbissen dekoriert.

Auch in Deutschland setzt sich das Fest mehr und mehr durch und findet vor allem bei den Kindern und Jugendlichen aufgrund der Süßigkeiten und den Partys großen Anklang. Ob es sich jemals richtig durchsetzen wird ist fraglich, für mich ist und bleibt es in erster Regel ein amerikanisches Fest, welches irischen Wurzeln entspringt. Aber ganz egal wie man es sieht.. es gilt auf jeden Fall:

Happy Halloween! :)

–> Wer eine schöne Karte zu Halloween verschicken möchte, findet hier eine Anleitung für eine süße DiY-Idee! :)

 

DiY: Halloween-Karte

Um Euren Verwandten, Bekannten, Freunden oder sonst wem in den Vereinigten Staaten oder Euren lieben Zurückgebliebenen in der Heimat die besten Grüße zu Halloween zu senden, habe ich hier ein kleines Do it Yourself für euch.

Was Ihr alles braucht:

DSC05456Benötigt wird zunächst einmal Pappkarton (ich hab mich für braun entschieden, grau geht aber auch gut), eine Schere, einen Stift und ein Geodreieck. Damit zeichnet Ihr die Kartenumrisse auf und schneidet Eure Blanko-Karte aus. Für die Kürbisse werden Knöpfe benötigt. Ich hatte keine orangenen und habe einfach weiße bemalt. Bei Amazon kann man aber auch bunte Knöpfe kaufen, die sich super zum Basteln eignen (Link auf der rechten Seite)

DSC05459Für die „Erde“ auf der die Halloween-Kürbisse sitzen, habe ich einfach etwas schwarzes Tonpapier genommen und es mit weißen Pünktchen (TippEx) verschönert. Klebt nun erst den Streifen, dann die Knopf-Kürbisse auf. Gut trocknen lassen. Dann könnt ihr vorsichtig kleine Stängel und Blätter an eure Kürbisse malen. Mit Finelinern klappt das besonders gut. Zum Abschluss malt ihr euren Halloween-Gruß auf ein weißes Blatt Papier, umrandet es mit schwarzem Edding und schneidet es aus. Einfach über eure Kürbisse kleben und schon ist eure DiY- Halloween-Karte fertig.

Und wer schon immer wissen wollte, worum es bei Halloween eigentlich geht, und wie es in den USA gefeiert wird, findet die Geschichte rund um das schaurig schöne Fest und Jack O’Lantern hier!

Happy Halloween! :)

Nothing for UnGood

Heute möchte ich euch ein unterhaltsames, leicht zu lesendes Buch vorstellen, welches die deutschen sowie amerikanischen Pauschalisierungen und Vorurteile gegenüber behandelt.
Nothing for UnGood: Deutsche Seltsamkeiten aus amerikanischer Perspektive von John Madison.

Der Autor

Der Autor, John Madison, hat im Laufe des Lebens die deutschen Eigenheiten am eigenen Leib erfahren dürfen. Geboren und aufgewachsen ist er in Oklahoma City, USA. Auf dem College lernte er die deutsche Sprache und entschied sich seinerseits für ein Auslandspraktikum in Hamburg, dem ein Study-Abroad-Aufenthalt an der Münchener Uni folgte. Nachdem er das deutsche Studentenleben erfolgreich getestet und abgeschlossen hatte, nahm er eine Stelle in Reutlingen und Salzgitter an. Über das Internet lernte Madison seine deutsche Frau Bettina kennen, die in Oldenburg aufwuchs. Zunächst führten die beiden eine Wochenendbeziehung, nachdem Madison seinen Job in Deutschland gekündigt hatte, um verfrüht in der Ruhestand zu gehen, eine Fernbeziehung, Nach sieben Monaten Frühruhestand hatte John Madison kein Geld mehr und ging nach Texas um dort zu arbeiten. Bettina folgte, die beiden heirateten 2009 und leben nun zusammen in Austin, Texas.

Eigenheiten für die Einen, Normalität für die Anderen

In dem Buch Nothing for UnGood stellt Madison eine Reihe von Eigenheiten auf, die ihm während seines Aufenthalts in Deutschland aufgefallen sind. Dieses macht er mit einer einzigartigen, humorvollen Beschreibung, die die deutschen Sitten auf den Arm nimmt.

Behandelt werden in dem Buch ganz unterschiedliche Aspekte des Lebens in Deutschland, wie die Sprache und Kultur, das Essen, wie Amerikaner sich in Deutschland verhalten und persönliche Notizen zum Leben von John Madison in Deutschland. Dabei geht Madison herrlich unbeschwert an die Lage an und stellt Fragen, über die man sich vorher noch gar keine Gedanken gemacht hat. Wieso zum Beispiel stehen die Ampeln in Deutschland auf der Straßenseite auf der man fährt, anstatt wie in Amerika auf der anderen? Und wieso gibt es hunderte von unterschiedlichen Zubereitungsarten von Kartoffeln, aber es werden fast ausschließlich Paprika-Chips verzehrt?

Nettes und witziges Buch über Vorurteile beiderseits.

Mit Humor und Witz geht Madison außerdem auf die Art ein, wie Deutsche ihre Kinder erziehen, ihre Karriere planen oder eine Party feiern. Natürlich steckt in dem fast 200-Seiten-langen Buch eine Reihe von Verallgemeinerungen, was mich persönlich jedoch nicht gestört hat. Auch muss man bedenken, dass Madison ausschließlich aus seiner Sicht schreibt, und daher natürlich ein Vorurteil nach dem nächsten in dem Buch abgeklappert und daher von Klischees  beherrscht wird. Aber in vielen Vorurteilen und Verallgemeinerungen steckt nunmal oft ein Fünkchen Wahrheit (damit meine ich nicht, dass jede Aussage absolut stimmt.. aber eine gewisse Richtung ist oft vorhanden), über welches wir schmunzeln können. Von mir eine absolute Kaufempfehlung, für jeden, der schon einmal in Amerika war und nie verstanden hat, warum die Deutschen in Amerika teilweise als „eigensinniges Völkchen“ verschmäht werden. Nicht zu empfehlen für Leute, die Pauschalisierungen und Vorurteile über beide Völker satt sind. Hier sollte auf anspruchsvollere Unterhaltung zurückgegriffen werden.

Viel Spaß beim Schmökern!

Zugluft – Eine deutsche Krankheit?

„Kannst du bitte das Fenster schließen? Es zieht!“ – Ein in Deutschland häufig gesagter und nur allzu bekannter Satz. In den USA hingegen vollkommen unbekannt. Ist die Zugluft etwa ein Phänomen, welches nur innerhalb Deutschlands auftritt?

Keine Zugluft in den USA?

Eindeutig nein. Bei meinen Reisen in die USA zog es ständig. Nicht unbedingt durch eisige Windstöße durch das Fenster, eher durch Klimaanlagen in Restaurants, Einkaufsläden und Wohnhäusern, welche sich wohl insgeheim ein Rennen lieferten, welche Klimaanlage die kälteren Temperaturen schafft. Doch trotz all dieser kalten Luft überall und dem nicht zu verachtenden Temperaturunterschied, wenn man vom schwülen Außenbereich ins Innere tritt, scheint in Amerika noch nie jemand von kalter Zugluft krank geworden zu sein.

In Deutschland ist das ganz anders. Tagtäglich erkälten sich hunderte Menschen am hundsgemeinen „Zug“. Auch das Mitgefühl der Deutschen ist nicht zu verachten, wenn jemand im Büro verlauten lässt, dass er sich gestern aufgrund des offenen Fensters einen „Zug“ geholt hat. Amerikaner würden sich hier wohl eher ratlos ansehen.

Klimaanlagen gehören zum Standard

Doch wie kommt es, dass US-Amerikaner scheinbar immun gegen die Krankheit sind, die so viele Deutsche täglich befällt? Zunächst einmal ist das Klima in vielen Teilen der USA sehr schwül und es herrscht eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Ein offenes Fenster bringt also oft nur mehr Hitze in das Haus. Aber kein Problem, dafür wurden ja schließlich die Klimaanlagen erfunden, welche das Haus den ganzen Tag auf eine angenehme Temperatur herunterkühlen. Amerikaner wachsen also quasi in der Zugluft auf, denn es gibt heutzutage kaum noch ein Gebäude, welches nicht mit ausreichend Klimaanlagen versorgt ist.

Von Fehldiagnosen und Gewohnheitssachen

Ein weiterer Grund für die Immunität gegen den kalten Windzug ist vielleicht auch einfach das Nicht-Vorhandensein dieses Krankheitsauslösers im Sprachgebrauch. Wie sollen Amerikaner auch an etwas erkranken, für das es gar keinen Namen gibt? Doch es gibt tatsächlich auch in den USA Fälle von Personen, die an dem „Zug“ erkrankt sind, es wird nur häufig die Fehldiagnose einer Pneumonia, einer Lungenentzündung, gestellt. Es lässt sich also beruhigt feststellen, dass auch Amerikaner am „Zug“ erkranken können, auch wenn diese, durch die vielen Klimaanlagen tatsächlich nicht so anfällig dafür sind, wie wir Deutsche.