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Der Everglades-Nationalpark

Der Everglades-Nationalpark ist eine der großen Touristenattraktionen des US-Bundesstaates Florida. Der Park besteht aus sumpfigen Marschland und liegt im Tiefen Süden. Er gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Everglades – Fakten zum berühmten Sumpfland Floridas
Sumpflandschaft in den Everglades

Sumpflandschaft in den Everglades

Eigentlich ist der Park nur ein kleiner Teil der sumpfigen Landschaft. Lediglich 20% des ursprünglichen Feuchtgebietes werden durch den Nationalpark geschützt. Doch auch hier findet sich eine unbeschreibliche Artenvielfalt von Landtieren, Fischen und Reptilien. Zum Weltnaturerbe wurden die Everglades 1979 erklärt, werden aber auf der Roten Liste des Weltnaturerbes geführt, da diese Region aufgrund von Austrocknung und Verschmutzung gefährdet sei. Dies kommt vor allem daher, dass das Wasser der Everglades gereinigt und als Trinkwasser für umliegenden Gegenden (wie z.B. Miami) genutzt wird.

Die gesamten Everglades reichen von der südlichsten Spitze der Halbinsel bis zum Lake Okeechobee im Norden und sind als „Grasfluss“ bekannt. Dieser Name ergibt sich daher, dass das Wasser der „Flusses“ häufig so niedrig ist, dass Gras dort ohne Probleme wachsen kann und das Ganze eher wie eine überflutete Wiese aussieht. Dennoch fließt der Strom ca. 1 Meter pro Stunde.

Alligatoren und Krokodile in freier Wildbahn – ein Publikumsmagnet
Ein Alligator in freier Wildbahn

Ein Alligator in freier Wildbahn

Besonders bekannt und beliebt sind die Everglades jedoch für ihr freilebenden Tierarten, die teilweise aus nächster Nähe beobachtet werden können. So können Besucher beispielsweise Seekühe, Schlangen oder Pumas entdecken. Auch die einzigen freilebenden Flamingos der USA fühlen sich im seichten Wasser der Everglades zu Hause. Ein besonderes Hightlight ist es, wenn man einen der typischen Everglades-Krokodile oder Alligatoren zu Gesicht bekommt, denn nur hier leben sowohl Krokodile als auch Alligatoren. Zumeist meiden Sie die Menschen, doch aus sicherer Entfernung lassen Sie sich erkennen und sogar auf Bildern ablichten. Auch eine Reihe Vögel hat sich in der Sumpflandschaft ein Heim geschaffen. Ibisse, Pelikane, Kormorane und Störche drehen über den Besuchern ihr Runden, immer auf der Lauer nach einigen Leckerbissen. Das Füttern der Tiere ist jedoch strengstens verboten und wird mit hohen Geldstrafen geahndet. Ein eher ungern gesehener Gast ist die 1980 aus Asien eigeschleppte Tigerphyton. Sie tötet und frisst viele der dort lebenden Säugetiere und rottet diese in den Everglades Stück für Stück aus. Der Bestand der Waschbären, Luchse und Opossums ging bereits um über 90% zurück. Dadurch wird vermutet, dass Schildkröten sich unkontrolliert vermehren, da die Wäschbären die Eier nicht mehr fressen. Es wird versucht die Tigerphyton auszurotten, um den Tierbestand des Nationalparks weiterhin gewährleisten zu können, die Chancen stehen laut Parkschützern und Biologen allerdings schlecht. Insgesamt beherbergen die Everglades momentan rund 350 Vogelarten. Außerdem wurden bereits 300 verschiedene Salz- und Süßwasserfische, 40 Säugetier- sowie 50 Reptilarten entdeckt.