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Golden Gate Bridge – San Francisco

Sie ist eines der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Vereinigten Staaten, die Golden Gate Bridge. Sie befindet sich im kalifornischen San Francisco am Eingang zu einer Bucht mit dem Namen „Golden Gate“. Dank dieser bekam die berühmteste Brücke der Welt auch ihren Namen. Sie verbindet die Stadt San Francisco mit dem Napa- und Sonoma Valley sowie Marin Country.

Bauarbeiten und Missgeschicke
600.000 Nieten pro Turm halten das atemberaubende Bauwerk zusammen

600.000 Nieten pro Turm halten das atemberaubende Bauwerk zusammen

Die Brücke ist ein Meisterwerk, welches Othmar Ammann entwarf und mit Hilfe von Charled Ellis, der die mathematischen Berechnungen vornahm, in die Realität umsetzte. Die Bauarbeiten begannen bereits am 05. Januar 1933 und dauerte bis zum 19. April 1937 an. Während der Bauarbeiten war ein Netz unter der Baustelle gespannt, um stürzende Bauarbeiter aufzufangen. Dieses Netz rettete einigen Menschen das Leben, welche sich zusammenschlossen und nun unter dem Namen „Half-Way-to-Hell-Club“  USA-weit bekannt sind. Der Bau wurde durch Präsident Roosevelts „Works Progress Administration“ vorangetrieben und relativ schnell fertig gestellt. Am Ende der Bauarbeiten kam es dennoch zu einem Fauxpas. Die Türme die die Brücke halten, werden mit jeweils 600.000 Nieten gehalten. Um einen spektakulären Abschluss der Bauarbeiten zu bieten, wurde die letzte Niete aus purem Gold angefertigt und sollte damit dem Meilenstein dieses Bauwerks demonstrieren. Bei dem Versuch die Niete anzubringen fiel diese jedoch in das Wasser und wurde bis heute nicht mehr gefunden.

Knalliges Orange – das Wiedererkennungszeichen
Golden Gate Bridge in der Abenddämmerung - ein beliebtes Fotomotiv

Golden Gate Bridge in der Abenddämmerung – ein beliebtes Fotomotiv

Auch bei der Farbe gab es einige Änderungen. Geplant war die Golden Gate Bridge in einem Grau, das typische Orange wurde lediglich als Schutzmittel vor Korrosionen angewendet und sollte dancah übergestrichen werden. Die Farbe gefiel den Anwohnern jedoch so gut, dass sie beibehalten wurde.

Bereits am 28. Mai 1937 wurde die Golden Gate Bridge durch Präsident Roosevelt für den öffentlichen Verkehr geöffnet. Die Brücke ist heute auf sechs Fahrbahnen befahrbar, was einer Breite von 27,6 Metern der Brücke entspricht. Für die Fahrt stadteinwärts muss eine Maut entrichtet werden, stadtauswärts ist für alle Verkehrsteilnehmer kostenfrei. Auch Fußgänger und Fahrradfahrer können die Brücke überqueren, sie müssen in keinem Fall Kosten zahlen. Sie ist 2737 Meter lang und bringt ein Gewicht von 887.000 Tonnen auf die Waage. Bis 1964 galt die Brücke als längte Hängebrücke der Welt, als sie von der Verrezano Narrows Bridge in New York abgelöst wurde.

Anbau eines Sicherungsnetz geplant

Im Juni 2014 wurde der „Anbau“ eines Sicherheitsnetzes beschlossen, welches an beiden Seiten bis zu sieben Meter unter der Brücke hervorragen soll. Grund dafür sind die vielen Selbstmorde, die sich auf der Brücke ereignen. Seit 1937 starben nahmen sich schätzungsweise 1600  Menschen das Leben, da das Geländer lediglich 1,2 Meter hoch ist.

Heute ist die Brücke gern eine oft besuchte Sehenswürdigkeit San Franciscos und Motiv vieler Postkarten, Postern und Bildern der USA, welche oft wegen dem Nebel, der sich häufig über die Brücke legt, besonders spektakulär sind.

Kalifornien – California, here we come!

Weiße Strände, Palmen, Sonne und strahlend blauer Himmel, so stellen sich viele den „Golden State“ Kalifornien vor. Doch der flächenmäßig drittgrößte Bundesstaat der USA hat noch viel mehr zu bieten. Der im Westen des Landes liegende Bundesstaat ist außerdem der mit Abstand bevölkerungsreichste Staat Amerikas.

Die Route 66 verbindet große Teile Amerikas miteinander

Die Route 66 verbindet große Teile Amerikas miteinander

Besonders populär ist der Staat aber durch die vielen Schönen und Reichen geworden, die sich in den Jahren im sonnigen Kalifornien ein Zuhause suchten. Der Aufschwung ergab sich vor allem, als in den 1920er Jahren die Filmstudios von Hollywood entstanden. Aber auch schon vorher wuchs die Bevölkerung mit dem Bau der Route 66, die Kalifornien mit dem Rest des Landes verband. Heute ist Kalifornien mit seinen großen Städten wie San Francisco, Los Angeles (zweitgrößte Stadt der USA), San Diego oder Sacramento eine Touristenhochburg, die jedes Jahr mehrere Millionen Besucher anzieht.

Kalifornien grenzt an Baja California, einen mexikanischen Staat im Süden. Im Westen beschert der Pazifische Ozean dem „Golden State“ seine traumhaften Strände. Ebenso grenzt es an die Staaten Nevada, Oregon und Arizona. In Kalifornien werden Regionen wie zum Beispiel die Kaskadenkette, das Küstengebirge, das Kalifornische Längstal, Sierra Nevada oder auch die Colorado Wüste unterschieden.

Dank diesen und noch vielen weiteren Regionen bietet „California“ ein Spektrum an Naturschauspielen, wie es kaum in einem anderen Staat der USA vorkommt. Deswegen beherbergt Kalifornien auch viele Nationalparks, die meisten National Monuments aller US-Staaten sowie eine Vielzahl an State Parks, die einen Einblick in die Vielfältigkeit der Natur geben.

Yosemite-Nationalpark

Yosemite-Nationalpark

Die Nationalparks bieten die Möglichkeit tiefe Wälder, hohe Berge, klares Wasser und atemberaubende Wüsten zu besuchen und sich von der Natur verzaubern zu lassen. Neben den bekannten Parks wie das Death Valley, den Yosemite und den Redwood Nationalpark finden sich hier auch noch der Pinnacles-, Lassen-Volcanic- und der Joshua Tree Nationalpark. Auch der Sequoia-&-Kings-Canyon Park und der Channel-Island-Nationalpark ziehen jedes Jahr Besucherströme in Massen an.

Neben den ganzen Touristen, die das ganze Jahr über Nationalparks und Städte Kaliforniens bewundern, gibt es noch 37.253.956 Menschen, die einen festen Wohnsitz im Staat verbuchen können. Diese Masse an Einwohnern verteilt sich auf 13.174.781 Haushalte. Damit leben etwa 12% aller US-Amerikaner in dem Staat Kalifornien. California ist ein Ort der Zusammenkunft, denn hier stoßen viele Nationalitäten und Herkünfte aufeinander.

Skyscraper in Los Angeles, der zweitgrößten Stadt der USA

Skyscraper in Los Angeles, der zweitgrößten Stadt der USA

So sind beispielsweise 25% der Kalifornier mexikanischer Abstammung, 12,3% Asiaten sowie 6,2% Afro-Amerikaner. Mit 10% sind ist die Einwohner mit deutscher Herkunft die größte Gruppe der weißen Einwohner. Gefolgt werden sie von Irisch- (7,8%), Englisch- (7,1%) und Italienischabstämmigen (4,3%). Amtssprache ist Englisch, 25,8% der Einwohner sprechen jedoch Spanisch als Muttersprache. Die Einwohnerzahl Kaliforniens steigt seit Jahren stetig an (von 200-2010 um 10%), was Kalifornien zu einem großen Problem der Trinkwasserversorgung bringt. Aufgrund der großen Masse an Personen und dem heißen Klima werden die natürlichen Ressourcen besonders schnell aufgebraucht. Daher ist die Wasserversorgung ein wichtiges Thema in der Politik Kaliforniens.

Erneuter Amoklauf in den USA

In der Nacht von Freitag auf Samstag (Ortszeit) kam es in den USA zu einem erneuten tragischen Blutbad. Tatort war die kalifornische Kleinstadt Isla Vista.

Der Täter, Sohn des Hollywood-Regisseurs Peter Rogers, Elliot Rogers, 22 Jahre alt, tötete sechs Menschen, bevor er sich Angaben zufolge selbst das Leben nahm. Der Täter habe zunächst drei Menschen in seiner Wohnung erstochen, bevor er auf dem Campus um sich schoss und drei weiteren Personen das Leben nahm. Nach einem Schusswechsel mit der Polizei wurde Rogers tot in seinem Wagen aufgefunden. Bezirkssherrif von Santa Barbara, Bill Brown, zufolge nahm er sich selbst das Leben.

Täter kündigte Amoklauf in Video an

Der Vater des Täters, Peter Rogers, erklärte, dass sein Sohn unter einer Art von Autismus, dem Asperger-Syndrom litt. Der Anwalt der Familie ließ verlauten, dass Elliot Rogers bei mehreren Ärzten in Behandlung gewesen ist. Vor seinem Amoklauf hat Rogers seine Blutbad in einem hasserfüllten Video angekündigt. In dem Video spricht er davon, dass er noch ‚Jungfrau‘ sei und einsam wäre.

Das schreckliche Blutbad entfacht die Diskussion um schärfere Waffengesetze in den USA von neuem. Präsident Obama spricht sich für stärkere Gesetze und Waffenkontrolle aus. Im Kongress scheiterte er bisher vor allem am Widerstand der waffenfreundlichen Republikanern.