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Jack O’Lantern

Als „Jack O’Lantern“ wird der typische Halloween-Kürbis bezeichnet, dem gruselige Fratzen oder kunstvolle Bilder eingeschnitzt wurden. Wie er zu seinem Namen kam, könnt Ihr bereits in meinem vorhergehenden Beitrag über Halloween lesen. Ihr findet den Beitrag dazu –> hier.

In diesem Blogeintrag soll es mehr um die Kürbisse an sich gehen. Letztes Jahr hatte ich die Chance Halloween in den USA zu verbringen und durfte daher meinen eigenen ersten „Jack O’Lantern“ herstellen. Und das ist gar nicht so schwer. Lest selbst :)

"Bat cave" - Eine Fledermaushöhle. Anspruchsvoll, aber definitiv jede Mühe Wert!

„Bat cave“ – Eine Fledermaushöhle. Anspruchsvoll, aber definitiv jede Mühe Wert!

Natürlich muss zuerst einmal der perfekte Kürbis gefunden werden, was in den USA die geringere Schwierigkeit ist. In allen Supermärkten lachen dich wirkliche Prachtexemplare an. In Deutschland ist das schon schwerer, da die Kürbisse hier eher zum Verspeisen gedacht sind. Aber nichts ist unmöglich. In größeren Supermärkten gibts auch in Deutschland eine tolle Auswahl.

Eine gruselige Fratze darf natürlich auch nicht fehlen.

Eine gruselige Fratze darf natürlich auch nicht fehlen.

Dann kommt die wohl schwierigste Aufgabe: das passende Motiv. Hier gibt es Internetseiten mit 1000 Auswahlmöglichkeiten, was die Entscheidung nicht unbedingt leichter macht. Auf Kürbis-schnitzen.de findet Ihr ein paar nette Vorlagen, natürlich finden sich auch bei Google oder sonst wo viele tolle Motive.

Jetzt kann der Deckel vom Kürbis herausgeschnitten werden und die ganzen Samen von Innen herausgepult werden (glitschige Angelegenheit). Die Kerne lassen sich übrigens toll im Backofen rösten, salzen und dann vor dem Fernseher vernaschen. Dann kann das Motiv vorsichtig auf den Kürbis übertragen werden. Dazu dieses einfach ausdrucken und mit Hilfe von Klebeband befestigen. An den Linien entlang „prickeln“ also mit einer Nadel kleine Löcher hineinstechen und schon ist das Motiv auf dem Kürbis. Um sich zum Jack O’Lantern zu wandeln, wird nun mit einem speziellen Messer an den Löchern entlang geschnitten. Diese Messer sind meist mit den „Kürbisnadeln“ in einem Set, zum Beispiel bei Amazon, erhältlich.

Mein Prachtexemplar: Eine Hexe vor ihrem Hexenkessel :)

Mein Prachtexemplar: Eine Hexe vor ihrem Hexenkessel :)

Wenn alles fertig ist, die Ränder mit etwas Vaseline einschmieren, das hilft den Kürbis länger frisch zu halten und vor dem schlecht werden zu bewahren. Ein Licht hinein und fertig ist das Ganze.
In meinem Fall war es übrigens eine Hexe vor ihrem Hexenkessel. :)

Schaurig schön oder?

Halloween

Am 31.ten Oktober stehen die USA Kopf. Überall sieht man verkleidete Kinder, die mit Taschen und Eimern und Haus zu Haus ziehen und Süßigkeiten erhalten. Auch Erwachsene verkleiden sich als schaurige Gestalten und treffen auf großen Partys aufeinander. Der Grund für dieses alljährliche Tohuwabohu auf Amerikas Straßen ist Halloween.

Halloween ist ursprünglich ein Brauch aus Irland, benannt als All Hallows‘ Eve, aus dem sich mit der Zeit Halloween gebildet hat. In Irland gibt es am Vorabend zu dem katholischen Fest Allerheiligen am 1.ten November und sollte die bösen Geister vertreiben. Auswanderer brachten die Traditionen in die USA, wo es schnell großen Anklang bei anderen Kulturen fand und übernommen wurde. Inzwischen gehört es zu einem der wichtigsten Feste in den USA und Kanada.

Kürbisse mit gruseligen Fratzen finden sich an Halloween vor vielen Häusern

Kürbisse mit gruseligen Fratzen finden sich an Halloween vor vielen Häusern

Ausgehöhlte Kürbisse gehören zum Standardanblick während der Wochen vor Halloween. Sie werden Jack O’Lanterns genannt. Der Name geht zurück auf einen alten irischen Mythos von einem Jack Oldfield, der den Teufel einfing und ihn nur wieder freilassen wollte, wenn er Jack in Ruhe für den Rest seines Lebens in Ruhe lassen würde. Nach dem Tode des Jacks wurde er aufgrund seiner Tat nicht in den Himmel gelassen, aber auch in der Hölle wollte der Teufel ihn nicht haben. Der Teufel erbarmte sich jedoch und gab ihm eine ausgehöhlte Rübe und glühende Kohlen, damit er in aller Ewigkeit durch die Dunkelheit wandern könne. Da es in Amerika große Mengen an Kürbissen gab, haben die irischen Auswanderer diese anstatt der Rüben ausgehöhlt, schaurige Gesichter hineingeschnitzt und sie vor ihren Häusern aufgestellt. Die Fratzen der Kürbisgesichter sollten die bösen Geister abschrecken.

Bunte Bonbons sorgen für strahlende Kinderaugen.

Bunte Bonbons sorgen für strahlende Kinderaugen.

Auch heute finden sich vor den meisten Häusern in Amerika aufwendig verzierte Kürbisse, Hexen und Zauberer in den Bäumen und gruselige Lichteffekte rund um das Haus. Am Abend des 31.ten Oktobers gehen die Kinder „Trick or Treat’n“, was bedeutet, dass sie von Haus zu Haus ziehen und nach Süßigkeiten fragen. Ansonsten würden sie die Besitzer des Hauses mit einem Streich ärgern (Trick or Treat beudetet: Streich oder Süßigkeiten). Beliebt sind dabei Klopapierrollen, die aufs Haus oder rohe Eier die ans Fenster geworfen werden.

Selbst die Kleinsten feiern mit!

Selbst die Kleinsten feiern mit!

Die meisten Erwachsenen lassen sich den Spaß jedoch nicht nehmen und Versorgen die Supermen, Prinzessinnen, Feen, Geister und Feuerwehrmänner mit reichlich Süßigkeiten. (Kostüme müssen nicht unbedingt gruselig sein, das Motto ist hier: Jedem so, wie es ihm gefällt.

Die bekannteste Süßigkeit an Halloween ist wohl Candy Corn. Diese süßen Bonbons aus Zuckermasse sehen aus wie Maiskörner und finden daher besonders im Herbst großen Umsatz, da Mais in dieser Zeit geerntet wird. In den Läden der USA finden sich eine riesen Auswahl an unterschiedlichen Geschmacksrichtungen in allen Geschäften. Zu kaufen gibt es Candy Corn nicht in Deutschlands Geschäften, es kann jedoch bei einigen Online-Anbietern (z.B. Amazon) gefunden werden.

Auch vor den Erwachsenen macht die Anziehungskraft von Halloween nicht halt. In schaurig-schönen Verkleidungen werden rauschende Partys und Feste bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Natürlich ist auch die Party-Location mit Spinnenweben, Geistern und Kürbissen dekoriert.

Auch in Deutschland setzt sich das Fest mehr und mehr durch und findet vor allem bei den Kindern und Jugendlichen aufgrund der Süßigkeiten und den Partys großen Anklang. Ob es sich jemals richtig durchsetzen wird ist fraglich, für mich ist und bleibt es in erster Regel ein amerikanisches Fest, welches irischen Wurzeln entspringt. Aber ganz egal wie man es sieht.. es gilt auf jeden Fall:

Happy Halloween! :)

–> Wer eine schöne Karte zu Halloween verschicken möchte, findet hier eine Anleitung für eine süße DiY-Idee! :)

 

DiY: Halloween-Karte

Um Euren Verwandten, Bekannten, Freunden oder sonst wem in den Vereinigten Staaten oder Euren lieben Zurückgebliebenen in der Heimat die besten Grüße zu Halloween zu senden, habe ich hier ein kleines Do it Yourself für euch.

Was Ihr alles braucht:

DSC05456Benötigt wird zunächst einmal Pappkarton (ich hab mich für braun entschieden, grau geht aber auch gut), eine Schere, einen Stift und ein Geodreieck. Damit zeichnet Ihr die Kartenumrisse auf und schneidet Eure Blanko-Karte aus. Für die Kürbisse werden Knöpfe benötigt. Ich hatte keine orangenen und habe einfach weiße bemalt. Bei Amazon kann man aber auch bunte Knöpfe kaufen, die sich super zum Basteln eignen (Link auf der rechten Seite)

DSC05459Für die „Erde“ auf der die Halloween-Kürbisse sitzen, habe ich einfach etwas schwarzes Tonpapier genommen und es mit weißen Pünktchen (TippEx) verschönert. Klebt nun erst den Streifen, dann die Knopf-Kürbisse auf. Gut trocknen lassen. Dann könnt ihr vorsichtig kleine Stängel und Blätter an eure Kürbisse malen. Mit Finelinern klappt das besonders gut. Zum Abschluss malt ihr euren Halloween-Gruß auf ein weißes Blatt Papier, umrandet es mit schwarzem Edding und schneidet es aus. Einfach über eure Kürbisse kleben und schon ist eure DiY- Halloween-Karte fertig.

..& fertig ist die Halloween-Karte!

..& fertig ist die Halloween-Karte!

Und wer schon immer wissen wollte, worum es bei Halloween eigentlich geht, und wie es in den USA gefeiert wird, findet die Geschichte rund um das schaurig schöne Fest und Jack O’Lantern hier!

Happy Halloween! :)